Montag, 28. Februar 2011

Oscar & die einheimische Tierwelt

Quelle: en.wikipedia.org

Als uns unser Weg ins sogenannte "Chemical Valley" führte, waren meine Erwartungen, die einheimische Tierwelt etwas näher kennen zu lernen, nicht allzu groß.
Das Gebiet um Sarnia ist geprägt von Industriegebieten, da sich die günstige Lage am Rande des See-/Flußufers als Wirtschaftsstandort anbietet. Trotzdem gibt es hier Natur, viel Natur: die Ufer des St. Clair Rivers, die Strände am Lake Huron, die großen Gärten/Parks, das scheinbar endlose Ackerland und die Waldbestände sorgen dafür, dass die Schornsteine der Industrieparks weniger stark ins Auge fallen. Irgendwie passen sie sogar in das Gesamtbild. Trotzdem erwartet man hier keine Elche, Bieber oder Wölfe. ( Justin Bieber Witze verkneife ich mir an dieser Stelle... )

"Vielleicht ab und zu ein Eichhörnchen im Garten", hatte ich gehofft.
Doch schon schnell wurde ich eines Besseren belehrt: aus dem einem Eichhörnchen sind bislang Dutzende am Tag geworden, die unsere Gartenmauer als Laufsteg benutzen. Die nordamerikanischen pechschwarzen Nager sind scheinbar überall anzutreffen und verwenden gerne die Telefonleitungen/Strommasten, um ihre "seiltänzerischen" Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Willis Arbeitskollegen haben zudem bestätigt, dass sich Kojoten in den Wiesen rund um Sarnia angesiedelt haben und sie morgens vom Geheul der Vierbeiner geweckt wurden.



Gestern kam es dann zu einem tierischen Highlight: ein Waschbär saß in der Abenddämmerung auf unserer Gartenmauer.
Der Geruch von gebratenen Speck hat ihn wohl aus seiner Winter-Trägheit gerissen und angelockt.
Er wurde von uns mit tosenden Applaus empfangen und spontan Oscar* getauft... (wir sind wohl die einzigen Menschen hier, die Waschbären derart euphorisch empfangen. Allgemein sind diese kleinen Allesfresser nicht sehr beliebt, weil sie durch Schlupflöcher in Häuser einbrechen und Mülltonnen plündern.)
Aber egal! Oscar, unser erster Raccoon, war der Held am gestrigen Abend.

Fazit:

Auf der Mauer, auf der Lauer (...)sitzen nicht nur die kleinen Wanzen und mit Speck fängt man nicht nur Mäuse.

In diesem Sinne
Euer Naturkind Wilma

*Namensgebung aufgrund der gestrigen Academy Award/Oscar Verleihung

Samstag, 26. Februar 2011

Willi junior...


"Echte Fründe"

Maffia an Bord

Strumpfhose auf dem Kopf

Graffiti

Allein in der Wildnis

Donnerstag, 24. Februar 2011

♥ Monatsfavoriten ( Monat Februar )

Die Gewinner in der Rubrik Essen & Trinken :


Vita Coco Kokosnußwasser:
Sehr erfrischend, erinnert stark an Urlaub. Laut Importeur enthält es mehr     Elektrolyte als ein isotonisches Sportgetränk. Inhalt : 100% Kokosnußwasser!


Frische Erdbeeren aus Florida:
Mmmmh, einfach lecker!

Kokoskekse:
Ihr merkt schon, dass ich ein Kokosnußliebhaber diesen Monat bin.
Schmecken einfach unverschämt lecker... selbstverständlich wird zuerst der Keksmantel gegessen und später die Creme abgeschleckt. ( übrigens eine gängige Methode einen Prinzenrolle Keks zu essen )

Gewinner in der Kategorie Beauty-Liebling des Monats:

Bio-Oil:
In England und USA schon längst ein Klassiker. Dieses rein pflanzliche Öl ist eine Allzweckwaffe gegen alle Hautprobleme. Gerade bei ständig andauernden Minustemperaturen eine echte Wohltat für meine trockenen Haut. Verwende es jetzt seit einem Monat und bin begeistert.


Gewinner in der Kategorie Bücher & Zeitschriften:

The Hunger Games von Suzanne Collins

Die Trilogie ist im Deutschen bekannt als  Die Tribute von Panem.
Mag gar nicht so viel verraten, außer, dass der erste Teil der Trilogie mich gefesselt hat und ich jede Seite verschlungen habe. Freue mich schon auf Teil 2 & 3 ... liebe Karin Kiwus , bitte lesen, wird Dir gefallen! Versprochen...siehe auch "Die dreibeinigen Monster"


Gewinner in der Kategorie Lieblingswort Collin☺:

"Mann-O-Mann" ( ein Dank geht hierbei an Annette & Detlev )


Gewinner in der Kategorie Lieblingsspielzeuge Collin☺:

Schaukel-Elch ( Sorry, Video ist mal wieder in Schieflage )




Gewinner in der Rubrik bester Auftritt im TV:

♫♫♫ Mick Jagger bei der Grammy Verleihung 2011 (Respekt!!!)

 (Quelle : Youtube )

Dienstag, 15. Februar 2011

It´s tooltime, Baby!


Kanada ist das perfekte Land für Männer...

Man(n) fährt große Autos, denn kleine PKWs sind nur Raumverschwendung. An den freien Tagen gönnt man sich einen Besuch in der Waschanlage, poliert in der Einfahrt seinen Dodge Ram, da man diesen so richtig mit Staub oder Schneematsch besudelt hat.
Zur Stärkung wird hauptsächlich Fleisch in den Restaurants angeboten, damit man(n) zu Kräften kommt. Wer sind eigentlich Vegetarier?
Es ist übrigens kein Gerücht, dass es den integrierten Bierdosenhalter in manchen Sofagarnituren gibt. Ja, und man kann tatsächlich Schußwaffen und Holzfällerhemden im nahgelegenen Baumarkt erwerben.
Mit Miller-Bierdosen begibt man sich dann vor den Fernseher und begutachtet wie ein tatkräftiger Heimwerker seinen Garten umgräbt, nebenbei ein Dach deckt und die Einfahrt betoniert. Eventuell kocht er noch, bringt die Kinder zur Schule und zeugt Nachwuchs, aber das wird aus Zeitgründen nicht ausgestrahlt.
Ugh, Ugh, Ugh, ho, ho , ho... Anerkennende und applaudierende männliche Urzeitschreie dröhnen durch das Wohnzimmer.

Mit neuen Ideen im Schlepptau fährt "Papi " abends um 21Uhr in den nächsten Baumarkt: stöbert, shoppt und läßt seiner Kreativität und Geldbörse freien Lauf. Der Nachwuchs wird mit Kinder-Werkzeugen versorgt und zum Workshop angemeldet, wo sie hämmern und schrauben dürfen wie " Tim Taylor*" in seinen besten Zeiten. ( *Kult-Hauptcharakter der US-Serie: Hör mal, wer da hämmert/Home Improvement...)Baumärkte und Werkzeug-Fachgeschäfte gibt es ja selbst im kleinsten Kaff.
Willi ist bereits im Werkelfieber und plant bereits unsere Veranda, den Ausbau seines Werkzeugkellers und die Renovierung des Gästezimmers.
Und was macht Frau in diesem Männerparadies?! Sie muß sich anpassen... hohe Pumps werden gegen Turnschuhe eingetauscht, auf der Geburtstagswunschliste stehen nicht mehr Prada, Gucci & Co. , sondern ein Werkzeuggürtel muß her.

Frau packt an: Fingelnägel sind Renovierungsarbeiten zum Opfer gefallen und anstelle von Rouge & Puder verzieren blaue Flecken und kleinere Abschürfungen die zarte Frauenhaut. Als bekennende Autofahrhasserin habe ich zudem eine Gehirnwäsche bekommen, fahre freiwillig unsere Familienkutsche und habe auch noch Spaß dabei! Abgründe tun sich auf!

Nach dem alleinigen Ausbau der tonnenschweren Backofentür, einem nachfolgenden Disaster, war dann aber doch Schluß mit lustig. Der imaginäre Werkzeuggürtel wird wieder abgeschnallt, dem Mann das Handwerken überlassen...nach dem Prinzip: Schuster bleib bei deinen Leisten!!!
Dafür habe ich einen guten Heimwerker-Ersatz für mich gefunden: unseren Lehrling Collin!
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Er kann bereits perfekt das Geräusch des Akkubohrers nachahmen, hilft Papa beim Schrauben und Bohren, kann "Hammer" sagen und ist direkt vor Ort, wenn es etwas im Haus zu tun gibt. Stets an seiner Seite, sein Spielzeug-Akkubohrer und Werkzeugkoffer!

Jetzt habe ich wieder Zeit, um meine Fingernägel in ein kräftiges Rot zu tauchen... Anpassen ist schön und gut, aber Frau sollte es nicht übertreiben! Denn es gibt in Kanada auch reichlich Dinge, die das Frauenherz begeistern...

Trotzdem ertappe ich wie ich die Werbung der Baumärkte durchblättere, im Baumarkt verloren gehe oder den Pinsel für ein paar Ausbesserungen schwinge.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Dienstag, 8. Februar 2011

Schnupper, schnupper ...


Ich widme diesen Post einem Körperteil, welches zumeist sträflich vernachlässigt wird oder nur ins Rampenlicht rückt, wenn eine Erkältung seinen Höhepunkt erreicht, gepopelt wird oder ein ungeliebter Pickel aufblüht.
Es geht um die Nase, den Riechkolben, die Knolle, den Rüssel, den Zinken oder wie man sonst noch sein Geruchsorgan bezeichnet.
Ich mag nicht behaupten, dass meine Nase eine weltbewegende Schönheit ist: sie ist weder römisch markant, stupsig süß oder elegant grazil - aber ich verehre meine Nase, weil ich immer öfters bemerke wie wichtig mir das Riechen ist. Es geht hier also nicht ums Aussehen, die Form oder Größe - es geht um Funktionalität!

Es gibt Gerüche, die uns unterbewußt an Situationen, Orte oder Ereignisse erinnern.
Ein amerikanisches Putzmittel riecht sehr stark nach Chlor: für Einige ein ätzender, widerlicher Geruch, aber ich liebe ihn. Er erinnert mich an einen New Yorker Frühstücksschuppen. Es ist früh morgens, ein warmer Geruch von süßen Croissants and frischen Kaffee liegt in der Luft. Und da ist eben dieser leichte Chlorgeruch, der von den Putzfrauen hinterlassen wurde und von den frisch gewischten Böden aufsteigt. Somit bin ich gedanklich immer in Manhattan, wenn ich unseren Badezimmerboden wische.

Für mich riecht Oleander wie Ibiza, Desinfektionsmittel wie die Kinderintensivstation des Neusser Lukas-Krankenhauses und verbrannte Milch erinnert mich an einen Tante Emma Laden in Frankfurt.

Es gibt Gerüche, die ein direktes Wohlbefinden in uns auslösen oder eben das Gegenteil. Ich mag besonders den Geruch von Babys ( insbesondere Collin ), Kaffee und Zitronen.

Und es gibt die besonderen Gerüche!
Dazu zählt definitiv der Geruch, der in den eigenen vier Wänden vorherrscht.
Als wir gestern vom Einkaufen kamen, roch es im Haus nach Zuhause! Der Geruch von frischer Farbe und Lack ist verschwunden und jetzt riecht es nur noch nach Willi, Collin und Wilma...ein weiterer Schritt sich in Kanada sehr heimisch zu fühlen.

Montag, 7. Februar 2011

Mittwoch, 2. Februar 2011

Schnee!!!




P.S.: das ist Willi, versunken im Schnee...

Schneesturm-Ticker / Groundhog Day




8:00 pm

++ Wir wappnen uns... wir erwarten diese Nacht einen deftigen Schneesturm gepaart mit einem Blizzard ++

++ Der Monstersturm wird scherzhaft "Snowzilla" genannt . Diese Nacht sollen bis zu 40cm Schnee fallen! Betroffen ist Süd-Ontario, wir liegen inmitten der kritischen Zone! ++

++ Im Radio werden Warnungen ausgesprochen, nur in dringenden Fällen das Haus zu verlassen.Wir haben genügend Essen vorrätig und unsere neue Familienkutsche steht sicher in der Garage.++

8:15 pm

++ Der Wind wird stärker + leichter Schneefall ++

9:30 pm

++ weiterhin leichter Schneefall: evtl. die Ruhe vor dem Sturm?! ++

11:30 pm

++ Stärkerer Schnee und Wind. Gehen jetzt ins Bett und lassen morgen früh überraschen ++

Wednesday 7:55 am

++ alles Roger im Hause Mehl ++ es schneit zwar unaufhörlich & dazu herrscht ein ein starker Wind, aber das erwartete Sturmungeheuer ist wohl schwächer ausgefallen, als erwartet. Aber etwas steht fest : Wir bleiben zu Hause , denn heute ist Murmeltiertag * ++





*Groundhog Day ist ein kulturelles Ereignis, das an mehreren Orten in den USA und Kanada gefeiert wird. Am 2. Februar jedes Jahres, dem „Candlemass Day“ (Lichtmess), wird traditionell eine Vorhersage über das Fortdauern des Winters getroffen. Dazu werden öffentlich und teilweise im Rahmen von Volksfesten Waldmurmeltiere (Marmota monax, engl. groundhog) zum ersten Mal im Jahr aus ihrem Bau gelockt. Wenn das Tier „seinen Schatten sieht“, d. h. wenn klares, helles Wetter herrscht, soll der Winter noch weitere sechs Wochen dauern.

( Quelle Wikipedia )


10:30 am

++
Schnee, Schnee, Schnee: 30cm erreicht! * * * * ** * * ++

11:30 am

++
Meine Männer schippen Schnee... ++





12:01 pm

++ Willis letzte Worte:
Verdammt, ich brauch ne Schneefrähse ++

12:05 pm

++ es liegen geschätzte 40-50cm Schnee ++

12:06 pm

++ nur noch eine Person hat Spaß am Schnee: COLLIN! ++