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Donnerstag, 6. Januar 2011

Wir sind dann mal weg...




Es ist vollbracht!

Erfolgreich sind wir in Kanada eingewandert und stellen zu unserer Verwunderung fest, dass hier weniger Schnee liegt als in Deutschland. Verrückte, ozongeschädigte Welt!

Wer denkt, dass der Abschied schwer war, der liegt falsch. Er war nämlich VERFLIXT schwer ... Harte Jungs zeigten sich von ihrer weichen Seite, Tränchen kullerten, Jägermeister wurden gegen den Kummer geschluckt und für einen kurze Moment kam man ins Grübeln, ob das ganze Kanada-Projekt wirklich der richtige Entschluß ist.

Aber ich kann Euch beruhigen, uns Mehlsäcken geht es gut und wir bereuen NICHTS!

Die 8 Std. Flug von Düsseldorf nach Toronto erwiesen sich als höchst unentspannt. Unser Sprößling war nämlich der Ansicht, dass man nicht schlafen darf und stattdessen alle Knöpfe in Reichweite drücken muß. ( somit blinkte unser Sitzplatz in Dauerschleife bei den Stewardessen).
Absolutes Highlight: eine Leselampe in Collins Businessclass-Schlafkoje. Somit Dauerleuchten und Discoflackern im abgedunkelten Flugzeug.

Wer unseren kleinen Mann kennt, der weiß, dass Collin Lampen-süchtig ist und auf dem Flug geschätzte 10.000mal das Licht ein- und ausknipste.

Wer Willi kennt, der weiss, dass er beim Abheben des Flugzeugs ins Schlafkoma fällt und erst bei der Landung wieder am Leben teilnimmt. Dank Sohnemann war es diesmal nur ein Nickerchen.

Wer mich kennt, der weiss, dass ich penibel meine Speisen, Snacks an Bord des Flugzeugs immer 100%ig aufesse und den obligatorischen Tomatensaft mehrfach anfordere. Dank Collins Aktivitäten blieben diesmal Reste auf den Tellern übrig und ein stilles Mineralwasser ersetzte meinen Tomatensaft.


Aber wir dürfen uns nicht beschweren, denn immerhin schlief Collin dann doch noch 1-2 Std. und ich konnte für einen kurzen Moment den Tag revue passieren lassen. Mit dem Satz: "Wir landen in Toronto, die Notausgänge sind vorne und hinten im Fluzeug" wurde ich dann in die Gegenwart zurück geworfen.


Auch meine vorlaute Beschwerde, dass in Toronto kein Schnee liegt, fand bei Petrus sofort ein offenes Ohr und er schickte uns auf dem Weg nach Sarnia direkt ein nettes Schneestürmchen. Da hier aber Schneeräumdienste und Salz keine Mangelware sind, wurde unsere Weiterfahrt nicht gestört.

Nach 2,5 Std. Autofahrt konnte man es uns nicht nehmen, um 2 Uhr morgens (!) einen Blick in unser Haus zu werfen und in einem dauergeöffneten Supermarkt einkaufen zu gehen. Beim Blick auf die Uhr und bei der Stimme des überdreht freundlichen Supermarkt-Kassierers wurde uns bewußt: HEY FOLKS, we´re in CANADA!!!!

Heute hat mein immernoch rauchender Ehemann seine preisgünstigen Zigaretten bei den Indianern gekauft und mein Vorschlag mir eine Flasche Feuerwasser mitzubringen, fand keinen wirklichen Anklang.
Meine Raucherentwöhnungs-Hoffnungen liegen jetzt alleinig beim Wetter. Wenn die Temperatur nämlich in den nächsten Tagen anzieht, macht das Freiluft Rauchen auch keinen Spaß mehr!

Collin, der alte Reisefuchs, scheint keinerlei Probleme mit der Zeitverschiebung oder der neuen Umgebung zu haben. Er ist wie immer ein Sonnenschein, seine Verdauung und sein Appetit sind vorbildlich und er überrascht uns mit einer unglaublichen Gelassenheit.

Unsere Pläne für die kommenden Tage sehen wie folgt aus: Haus fertig streichen, Elektrogeräte kaufen und am 11.1./12.1. den Container in Empfang nehmen. Na, das kann ja heiter werden...

Ansonsten habe ich noch keine Blockhütten, Elche, Waschbären oder langbärtigen Männer in Holzfällerhemden gesehen...lediglich ein sockenverachtender Mann in Birkenstocklatschen/Shorts und eine Frau im Bademantel sind uns bei -5 Grad Celsius begegnet.

Fortsetzung folgt...

Take care
Euer Wilmchen

Sonntag, 17. Oktober 2010

SARNIA bzw. DER KLEINE GRENZVERKEHR



Eine kurze Zusammenfassung der letzten Woche:

erstmal ist es nicht ratsam am Thanksgiving-Wochenende nach Toronto zu fliegen. Man verweilt unheimlich lange in der kilometerlangen Warteschlange am Zoll (sehr nervig, wenn man inmitten der Warteschlange bemerkt, dass man dringend zur Toilette muß) und landet automatisch außerhalb des Flughafens im Verkehrsstau.
Ansonsten hat sich Kanada von seiner besten Seite präsentiert: durchweg freundliche, hilfsbereite Menschen, strahlender Sonnenschein, (sau-)leckeres Essen und ein Indian Summer wie er im Buche steht.

Sarnia ist mit Sicherheit nicht die schönste Stadt auf dem amerikanischen Kontinent, aber sie hat den gewissen Charme. Der St.Clair River, der riesige Lake Huron und die netten Einwohner sind definitiv Pluspunkte. Zudem habe ich nie zuvor eine Kleinstadt gesehen, die so viele Kirchengemeinden, Parkanlagen und Kinderspielplätze hat.
Sarnia ist extrem familenfreundlich und in den lauschigen Wohngegenden sieht man viele Kinder, die auf den Straßen spielen. Gerade der nördliche Teil von Sarnia ist traumhaft: alte Baumbestände, viktorianische Villen mit Hollywood-Schaukeln und jede Menge Eichhörnchen.

Wir haben uns letztendlich für ein Haus in Corunna entschieden: ein kleiner Vorort von Sarnia. Hier sind die Steuern niedriger, Willi hat nur 10 min zu seinem Arbeitsplatz und man ist schnell zum Einkaufen in Sarnia.

Hier ein paar Fragen, die nach meiner Rückkehr öfters aufgetaucht sind:

Wie verläuft das restliche Jahr in Deutschland?

Willi landet am 31.10. in Deutschland und ist teilweise im November in Dormagen, aber auch in Belgien ( weitere Schulungen ). Im Dezember wohnen wir bei meiner Mutter, wobei Willi Ende November nochmal bis zum 10. Dezember nach Sarnia soll.

In der ersten Januarwoche werden wir dann umziehen.


Wann kommt der Container? Ist Eure Wohnung schon vergeben?

Am 22. 11. kommt der Container und unser Hab und Gut wird verschifft.
Der Transport wird ca. 4-6 Wochen dauern.
Ja, unsere Wohnung ist mittlerweile weg und wird Anfang Dezember von unseren Nachmietern bezogen.

Warum habt Ihr direkt ein Haus gekauft und nicht gemietet?

Weil man in Kanada nicht mietet. Zudem gibt es in Sarnia nur insgesamt 3 Mietshäuser, deren Mieten im Verhältnis viel zu hoch sind. Zudem waren alle drei Häuser nicht nach unserem Geschmack oder hatten andere Minuspunkte.
Der Immobilienmarkt in Kanada ist ständig in Bewegung, weil die Bewohner bei Bedarf schnell verkaufen und wieder neukaufen. Zudem ist der wirtschaftl. Zeitpunkt mehr als günstig, um Immobilien zu kaufen.


Wart Ihr in den U.S.A.?

Ja, und es war ein Abenteuer. So einfach wie gedacht ist es nämlich nicht. Da wir kein Besuchervisum für die U.S.A. hatten, wurden wir auf der "Brücke" quasi mit Fragen gelöchert, es wurden Fingerabdrücke genommen und zeitweise wurde sogar meine Ehe mit Willi in Frage gestellt. ( der Beamte guckte uns lange und verdutzt an, als ich sagte, dass wir verheiratet sind )


Nach ca. 1-2 Stunden an der Grenzkontrolle waren wir dann in den U.S.A. und fuhren nach Detroit. Detroit ist nicht wirklich eine schöne Stadt. Eine Arbeiterstadt, deren Glanz uns verborgen geblieben ist.
Da wir mit einem geleasten teuren BMW unterwegs waren, hatten wir auch nicht die Risikobereitschaft, um uns länger in den "Eminem - 8 Mile" - Randbezirken aufzuhalten. Es fehlte eigentlich nur noch die brennende Mülltonne und eine wilde Schießerei zwischen rivalisierenden Gangs.

( für Insider!):
May I have your attention please?
May I have your attention please?
Will the real Slim Shady please stand up?
I repeat, will the real Slim Shady please stand up?
We're gonna have a problem here..

I'm Slim Shady, yes I'm the real Shady
All you other Slim Shadys are just imitating
So won't the real Slim Shady please stand up,
please stand up, please stand up?



Lediglich ein kurzer Ausflug zum imposanten Baseballstadion und dem Ford Field lag uns am Herzen.
Vielleicht tue ich Detroit jetzt unrecht, aber die schönen Seiten konnten wir im Vorbeifahren leider nicht erkennen. Ich werde meine schlechte Meinung sofort zurücknehmen, wenn ich zu einem anderen Resultat komme. ( falls ich jemals die schönen Seiten der Stadt näher kennenlernen werde) Versprochen, Detroit!


Zudem waren wir extrem froh, als wir wieder auf kanadischen Boden waren. (diesmal hatten wir einen Tunnel als Grenzübergang gewählt) Die U.S.-Amerikaner sind höflich und nett, aber die Kanadier sind die freundliche Steigerung zu ihren unmittelbaren Nachbarn. Im Gegensatz zu den mißtrauischen U.S.-Grenzbeamten begrüßte uns eine gutgelaunte kanadische Beamtin mit den warmen Worten: WELCOME TO CANADA!!!!
Yea-haw, so macht der kleine Grenzverkehr Spaß!

Kindest Regards

Wilma




Montag, 16. August 2010

I´m so excited...




...am 8. Oktober geht es auch für mich nach Sarnia! Endlich werde ich meine neue kanadische Heimatstadt selbst sehen und ich bin ausgesprochen neugierig.
In meiner Aufenthaltswoche gehen Willi und ich erstmal ausgiebig auf Househunting-Tour, auf gut deutsch "Wir suchen uns ne Hütte"!
Derzeit ist unsere Lieblingsbeschäftigung sämtliche Immobilienseiten aus Sarnia zu durchstöbern, um uns einen Überblick zu verschaffen, was der Markt so hergibt... und das ist Einiges! Zum Glück kriegen wir von Willis Firma einen Markler vermittelt, der uns hilft ein nettes Häuschen zu ergattern. Unsere Ansprüche sind eigentlich sehr bescheiden: Garten für Collin ( kleinstes Problem) , 3-4 Schlafzimmer und 2 Bäder, somit Platz für unsere angekündigten Gäste. (Bekannterweise werden die Häuser in Amerika meistens nicht nach der gesamten Raumzahl bemessen , sondern nach der Anzahl der Schlafzimmern ) Natürlich sollte das Häuschen gemütlich, nett von außen und innen sein , so daß wir uns direkt heimisch fühlen!
Als ich mit meiner Mama über unsere gewünschte Raumzahl gesprochen habe, meinte sie nur:
Vergiß nicht, Du mußt das Alles putzen! Weise Worte... :-D

Übrigens hat uns bei unserer virtuellen Häusersuche unglaublich das umstrittene Programm GOOGLE STREETVIEW weitergeholfen. Man kann hervorragend erkunden, ob das Wunschobjekt in einem hübschen Wohnviertel liegt.

Aber Alles nichts gegen unsere eigenen Eindrücke vor Ort: daher machen wir ja die Häusertour.

Werde Euch berichten wie es gelaufen ist!

In diesem Sinne
Eure Wilma

Samstag, 7. August 2010

Regal BILLY wird quasi geadelt!



Wer unsere Wohnung kennt, wird bemerkt haben, dass wir IKEA sehr zu schätzen wissen. Egal ob BILLY oder MALM wir mögen unseren schwedischen Wohnverschönerer.

Rein aus Interesse habe ich die Ikea Seite aus Canada geöffnet und bin zu ein paar Erkenntnissen gekommen:

1. Ikea ist dort etwas teurer ( eigentlich leicht zu erklären- warum sollte man im Land der Wälder und Holzfäller importierte schwedische Holzmöbel kaufen???!)

2. der nächste Ikea ist Seite 3 Std. entfernt oder man wählt die nähere Variante (1.5Std.) , die allerdings einen Grenzübergang in die USA beinhaltet.

3. Tatsächlich hab ich schon öfters gehört, daß IKEA Möbel etwas sehr Exklusives in Kanada sind. ( *grins* somit hätten wir also schonmal unbewusst für unsere Luxusausstattung gesorgt)

Fazit:

Bevor wir das Land verlassen, muß noch mal kräftig im blau-gelben Einkaufsland geshoppt werden. Schliesslich muß unser 6o Kubikmeter großer Container bis zum letzten Winkel gefüllt werden.
Das restlichen freien Platz im Haus werden wir dann vor Ort mit landestypischen Ahornmöbeln füllen ...aus Anpassungsgründen!

In diesem Sinne
"MACHT ES KNUT"
Eure Wilma Mehlson

Donnerstag, 5. August 2010

Ankündigung!!!!

Derzeit heißt dieser BLOG ja bekanntlich "Die fabelhafte Welt der Wilma M.", doch bald wird es eine Namensänderung geben. Nicht aus dem Grund, daß meine Welt nicht mehr fabelhaft ist, sondern eher, weil wir in ca. 5 Monaten Richtung Kanada starten und ich diesen BLOG ganz unserem Leben in der Ferne widmen möchte.
Mit Hilfe dieses BLGOs werde ich Euch auf dem Laufenden halten, Neuigkeiten bekanntgeben oder einfach über das Leben auf dem riesigen Kontinent philosophieren möchte. Natürlich versuche ich regelmäßig Fotos hochzuladen, damit ich genaustens begutachten könnt, ob Collin Holzfällerhemden trägt, Willi mit einem Vollbart im Garten Holz hackt und ich am Lagerfeuer Marshmallows brate.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Langsame Kanadavorbereitung Teil 1


Ganz im kanadischen Stil habe ich das Layout meines BLOGs etwas verändert...

Gestern haben wir wie wild umher telefoniert, um zu erkunden, wie man aus bestehenden Verträgen herraus kommt, wenn man das Land verlässt. Total unerwartet ist das bei den meisten Unternehmen/Ämtern total problemlos, es gibt sogar spezielle Sonderkündigungsrechte bei einigen Firmen. Man könnte ja fast glauben, dass die froh sind, wenn Familie Mehl endlich verschwindet. *grins*
Selbst die gefürchtete Familienkasse benötigt nur ein Fax mit unserer Abmeldung. ( Abmeldung erfolgt erst kurz vor Auswanderung!) Nur die ehrenwerte Telekom hat wieder eine Sonderrolle!!! Innerlich fluchend hat Willi gestern mit dieser Telekom-Zicke gekämpft:
man braucht tatsächlich für die Telekom eine Anmeldebescheinigung aus Kanada! Total sinnfreie Regelung, da eine Abmeldung aus Deutschland doch reichen müßte?!
Als hätten wir in Kanada dann nichts Besseres zu tun, als der deutschen Telekom eine Anmeldung für unsere neue Heimat zu schicken! Naja, so ist das nunmal...werde mir einen schwarz-rot-goldenen Zettel in den Koffer kleben, wo drauf steht: TELEKOM! Über youtube habe ich eine nette und hilfsbereite Frau, Debbie, aus Sarnia kennengelernt, sie hat mir viele nützliche Tipps per eMail zugesendet und mir einen Immobilienmarkler vor Ort empfohlen. Vielleicht werden Debbie und ich dann nächstes Jahr einen leckeren Kaffee zusammen trinken - ein lustiger Gedanke!

In diesem Sinne Euer Wilmchen

Freitag, 9. Juli 2010

3 Mehlwürmer wandern aus!


Es ist kein Scherz!!!

Am 1. 1. 2011 werden Willi, Collin und ich Deutschland Adieu sagen und nach Kanada auswandern.
Willi hat ein unschlagbares Jobangebot innerhalb seiner eigenen Firma erhalten und wir werden gemeinsam als kleine Familie die Herrausforderung annehmen und den Kontinent wechseln.
Natürlich gehen wir mit einem lachenden und weinenden Auge, denn Familie, Freunde und Kollegen zurück zu lassen, ist mit Sicherheit eine hammer-harte Entscheidung. Doch wir sind uns einig und möchten gerne diesen Schritt wagen.
Zudem ist jetzt ein optimaler Zeitpunkt: Collin ist noch nicht im Kindergarten und Willi+ich sind abenteuerlustig genug, um ins ferne Kanada zu reisen und uns dort eine Existenz aufzubauen. Würden wir diese einmalige Chance nicht annehmen, würden es irgendwann mit Sicherheit bereuen. Wir haben diese Entscheidung genaustens überdacht und PROs und KONTRAs genaustens überprüft. Letztendlich haben die vielen PROs überwogen und desweiteren die Tatsache, daß Kanada ein sicheres, sauberes und super schönes Land ist.


Wohin geht es überhaupt?

Wir werden in Sarnia leben, im Staat Ontario. Die Kleinstadt mit 71.000 Einwohnern liegt an einem großen See, dem Lake Huron und dem Fluß St. Clair River. Über den Fluß zieht sich eine große Brücke: die Brücke bildet die Grenze zwischen Kanada und USA.
Bis ins amerikanische Detroit ist es knapp eine Stunde und nach Toronto fährt man knappe 2 Stunden. Das Gebiet ist allgemein sehr industriell geprägt, aber das kennen wir ja von Dormagen.

Willi hat bereits einige Tage in Sarnia verbracht und berichtet, daß das Stadtbild von vielen Parkanlagen und schönen Wohnvierteln geprägt ist. Insgesamt findet man an jeder Ecke Supermärkte, Kindergärten, Schulen und Ärzte. Auch die Strände am See sind wunderschön und das Wasser ist herrlich sauber. Die Stadt ist insgesamt sehr weitläufig, so daß man unbedingt ein Auto braucht (naja, so fahr ich endlich regelmäßig Auto)!

Das Gesundheitswesen ist um Einiges besser als in den USA und ähnelt dem deutschen System.
Versichert werden wir über Willis Arbeitgeber und erhalten bereits in Deutschland Hilfe von einem Experten, der uns an Abmeldungen, Ummeldungen und Kündigungen erinnert.


Kommen wir wieder zurück nach Germany?

Erstmal wollen wir in Kanada Fuß fassen und das Leben dort geniessen. Über eine Rückwanderung oder eine zeitliche Begrenzung haben wir erstmal nicht nachgedacht. Sollte es uns in Kanada irgendwann nicht mehr gefallen oder einer von uns wäre extrem unglücklich, würden wir sicherlich nach Deutschland zurückkommen.

Was ist mit Collin?

Collin hat noch kein Mitspracherecht, aber wir haben natürlich seine Person in unsere Entscheidung einbezogen. Die Stadt ist extrem kinderfreundlich, die ärztliche Versorgung und das Bildungsangebot ist sehr gut. Zudem hat er die Möglichkeit 3-sprachig aufzuwachsen: Deutsch, Englisch und Französisch. Wir werden aber ausschließlich Deutsch mit ihm sprechen.
Auch die Urlaube/Aufenthalte bei seiner Familie in Germany werden für ihn selbstverständlich sein, da er es erstmal nicht anders kennt. Wie die Zukunft aussieht, wissen wir ja zum Glück nicht. Ob er eine High School besucht oder in Deutschland ein Gymnasium steht völlig in den Sternen!

Darf man uns besuchen/ kommen wir auf Besuch nach Deutschland?

Aber bitte! Wir bemühen uns um eine Immobilie mit großem Gästezimmer, so daß wir quasi nonstop Gäste unterbringen können.( die Warteliste ist jetzt schon sehr lang! *grins*) Nur zur Info: der Flug dauert 7-8 Std., ist also erträglich!
Wir werden versuchen mind. 2mal im Jahr nach Deutschland zu kommen und wollen dann immer ca. 4-6 Wochen in der Heimat Urlaub machen. ( zumindest Collin und ich, Willi muß ja arbeiten )

Wie kann man erfahren wie es uns ergeht?

Wir versuchen selbstverständlich sämtliche Kontakte in Deutschland zu halten.
Im Zweifelsfall kann Annette Euch immer berichten, weil wir vermutlich sehr oft übers Internet kommunizieren werden. Mein Account im StudiVZ und meine e-Mail Adresse wilmahofmeier@gmx.net bleiben erhalten. Diesen Blog nutze ich künftig weiterhin, um Euch an unserem Leben in Kanda teilhaben zu lassen. Auch auf Detlevs Internetseite dormago.de werde ich öfters einen kleinen Beitrag veröffentlichen.


Werden wir von VOX begleitet?

Quatsch, heiß ich Daniela Katzenberger , oder was?


Haben wir Angst oder sind wir aufgeregt?

Klar, werden wir irgendwann aufgeregt sein, aber das ist eine schöne Aufregung. Wohl eher eine Vorfreude! Angst hat keiner von uns, da wir ja zu Dritt sind, sehr zugänglich sind und unser Englisch Bestens ist, werden wir wohl rasend schnell Kontakte knüpfen können. Ansonsten läuft Alles nach dem Motto: Learning by Doing!


Ich denke es gibt noch viel mehr Fragen, die Ihr uns stellen möchtet oder die im Verlaufe der Zeit bei Euch auftauchen. Wir sind ja noch nicht weg und noch einige Monate im Lande: neben Container verschiffen, Bürokratien und Pampers wechseln, werde ich noch genug Zeit haben , um Euch Eure Fragen zu beantworten und mich von allen Daheimgebliebenen ordentlich zu verabschieden. ( denke, dass es eine "big" Abschiedsparty gibt! )
Willi wird im Verlaufe der nächsten Monate 2-3 mal nach Sarnia reisen, um dort schon ein wenig zu arbeiten. Ich fliege ebenfalls für 1-2 Wochen rüber, um mir Alles anzugucken, Häuser zu besichtigen und nach einem Auto zu gucken.


Also nicht vergessen: Noch sind wir nicht weg!!!



In diesem Sinne
Euer Wilmchen
GO Canada GO!!!