Mittwoch, 27. Oktober 2010

Eine Zukunftsvision

Wir schreiben das Jahr 2016... Corunna, Ontario, Kanada:

Die Sonne scheint durch die Fenster der Elementary School in Corunna. Ein kleiner blonder Junge sitzt alleine im Klassenzimmer und beobachtet seine Mitschüler wie sie draußen spielen. Heute mag Collin nicht spielen, er ist sauer: denn eigentlich wollte er nächste Woche mit Mama und Papa nach Deutschland fliegen.
"Die Fluggesellschaften streiken", hat Mama gesagt. "Ende des Streiks in 2-3 Wochen", meinte Papa. Und jetzt?
Collin ist sehr enttäuscht, weil man ihm versprochen hatte zu einem "echten" Fußballspiel zu gehen. Es geht um die Meisterschaft. Frankfurt und Köln spielen um Platz 1 in der Tabelle. "Wir sitzen in getrennten Blocks", hat Mama grinsend zu Papa gesagt. Collin ist zum Glück neutral, er mag sowohl Mamas Verein, als auch Papas Club.

Aber jetzt ist Collin stinksauer, kein tolles Fußballspiel, kein Wiedersehen mit der Familie und vorallem kein roter Wackelpudding bei Oma.
So ein Mist!
Nachdenklich malt Collin kleine Boote & Sterne auf die Schreibtischunterlagen. Er sieht Matt, Emily und Steven draußen toben.

Die nette Mrs. Sanders kommt ins Zimmer: "Hey Collin, warum bist Du nicht draußen? Alle warten auf ihren besten Torschützen".
"Die Piloten wollen nicht arbeiten und deshalb darf ich nicht zum Fußball nach Deutschland", jammert Collin.
"Dann mußt Du eben eine andere Möglichkeit finden nach Europa zu kommen. Vielleicht mit dem Schiff? Komm gleich nach draußen, die Sonne scheint und es gibt Kuchen!" lächelt Mrs. Sanders und verlässt das Zimmer.

Warum war Collin nicht direkt auf die Idee gekommen?! Er wird sich nach Dormagen beamen. Gestern hat er heimlich im Fernsehen beobachtet wie sich die Menschen auf Planeten und Raumschiffe beamen. Eigentlich sollte er schon schlafen, aber er hat im Türrahmen gestanden und durch einen Türspalt den Fernseher beobachten können.
Zu Hause fragt er Mama, ob jemand schon ein Gerät fürs Beamen erfunden hat? "Nein mein Schätzchen, wie kommst Du denn auf solche Ideen?" lacht Mama. "Aber Du kannst es doch erfinden!".

Collin hat nicht geschlafen, er hat auf seinen Block kleine Maschinen gezeichnet, die ihn in Windeseile beamen können. Er optimiert sie noch, damit sie auch seinen Teddy, Mama und Papa mitnehmen können und Alle passend zum Anpfiff in Deutschland sind. Als Antrieb benutzt man Kakao und Ahornsirup. "Das ist umweltfreundlich", denkt sich Collin.

Stolz präsentiert er Papa beim Frühstück seine Skizzen. Papa ist beeindruckt, nimmt Collin in den Arm und sagt: "Die Piloten fliegen wieder, der Streik ist vorbei." Erleichtert hüpft Collin in sein Zimmer, er verstaut seine Skizzen in seiner Spieltruhe. Vielleicht braucht er die Maschinen doch irgendwann ?! Vielleicht beim nächsten Streik?

Wir schreiben das Jahr 2030:


Die Meldungen überschlagen sich, die Zeitungstitelseiten haben alle EIN Thema und aus den Fernsehgeräten und Radios klingt stets nur DIE eine Meldung:



SENSATION IN DER FORSCHUNG!!!
Yale Student C. B. Mehl entwickelt Maschine zum Beamen.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Für Papa




Lieber Papa!

Gute Besserung und viele Küsse von Deinem kleinen Mann...

Wir vermissen Dich.


Mein herbstliches Frankfurt

Gruß an Frankfurt am Main

Gedicht von Rudolf Presber

Sie sagen, daß dich, du schimmernde Stadt,
In eisenklirrenden Tagen
Der Mächtigsten einer gegründet hat,
Eh' er die Sachsen geschlagen.
Sie haben mit Ruhm dich und Ehre verwöhnt,
Und deine Kränze dauern;
Sie sagen, es wurden die Kaiser gekrönt
In deinen ragenden Mauern ...
Ich aber, wenn mich der Traum umspinnt
Und die Sorgen des Tags mich verlassen;
Ich dank dir das Beste: ich war ein Kind
In deinen Gärten und Gassen.

Viel Chroniken künden in Schrift und Kunst,
Die haben nichts vergessen:
Der Karolinger Glanz und Gunst
Und die goldene Flut deiner Messen;
Die zeigen, wenn rings die Lande erschlafft,
Vom Krieg die Throne wanken:
In Stolz und Reichtum und Bürgerkraft
Erhebt die Stadt sich der Franken.
Ich habe die Kunde, lorbeerschwer,
Mit kindlichem Danke gelesen -
Mir aber bist du, Herrliche, mehr:
Bist die Stadt meiner Jugend gewesen!

Ich sah des Frühlings lieblichen Schein
Im Gürtel deiner Gärten;
Ich trieb im schwankenden Boot auf dem Main,
Im Ruderschlag der Gefährten.
Und ich will - in die Nacht der Verbannung gestellt -
Wenn rings die Tannen brennen,
Unter allen Weihnachtsglocken der Welt
Deines Domes Geläut noch erkennen!
Denn wie mich die Laune des lieben Gotts
Durch Länder und Völker getrieben,
Ich bin ein Franke in Lachen und Trotz,
In Dank und Sehnsucht geblieben!

Und was ich bei Lenzeswiederkehr
In Liedern durfte sagen,
Das hat mir ein Wind vom Taunus her
In das ernste Leben getragen;
Das war ein treubewahrtes Pfand,
Das ich als Knabe empfangen,
Wo einstens an Frau Ajas Hand
Jung-Wolfgang hingegangen;
Das war ein spätgepflückter Strauß
Aus einem fränkischen Flore;
Das war nur ein Gruß an Garten und Haus
Zu Frankfurt vor dem Tore.




Auf dem Lohrberg

Der Kaiserdom

"Zum Bären" in Höchst



Roßmarkt ( Mama, kennste das noch?!)


Cafe Hauptwache


Höchster Schloß


Bilderquelle: Stadt Frankfurt Fanseite bei Facebook

Sonntag, 17. Oktober 2010

SARNIA bzw. DER KLEINE GRENZVERKEHR



Eine kurze Zusammenfassung der letzten Woche:

erstmal ist es nicht ratsam am Thanksgiving-Wochenende nach Toronto zu fliegen. Man verweilt unheimlich lange in der kilometerlangen Warteschlange am Zoll (sehr nervig, wenn man inmitten der Warteschlange bemerkt, dass man dringend zur Toilette muß) und landet automatisch außerhalb des Flughafens im Verkehrsstau.
Ansonsten hat sich Kanada von seiner besten Seite präsentiert: durchweg freundliche, hilfsbereite Menschen, strahlender Sonnenschein, (sau-)leckeres Essen und ein Indian Summer wie er im Buche steht.

Sarnia ist mit Sicherheit nicht die schönste Stadt auf dem amerikanischen Kontinent, aber sie hat den gewissen Charme. Der St.Clair River, der riesige Lake Huron und die netten Einwohner sind definitiv Pluspunkte. Zudem habe ich nie zuvor eine Kleinstadt gesehen, die so viele Kirchengemeinden, Parkanlagen und Kinderspielplätze hat.
Sarnia ist extrem familenfreundlich und in den lauschigen Wohngegenden sieht man viele Kinder, die auf den Straßen spielen. Gerade der nördliche Teil von Sarnia ist traumhaft: alte Baumbestände, viktorianische Villen mit Hollywood-Schaukeln und jede Menge Eichhörnchen.

Wir haben uns letztendlich für ein Haus in Corunna entschieden: ein kleiner Vorort von Sarnia. Hier sind die Steuern niedriger, Willi hat nur 10 min zu seinem Arbeitsplatz und man ist schnell zum Einkaufen in Sarnia.

Hier ein paar Fragen, die nach meiner Rückkehr öfters aufgetaucht sind:

Wie verläuft das restliche Jahr in Deutschland?

Willi landet am 31.10. in Deutschland und ist teilweise im November in Dormagen, aber auch in Belgien ( weitere Schulungen ). Im Dezember wohnen wir bei meiner Mutter, wobei Willi Ende November nochmal bis zum 10. Dezember nach Sarnia soll.

In der ersten Januarwoche werden wir dann umziehen.


Wann kommt der Container? Ist Eure Wohnung schon vergeben?

Am 22. 11. kommt der Container und unser Hab und Gut wird verschifft.
Der Transport wird ca. 4-6 Wochen dauern.
Ja, unsere Wohnung ist mittlerweile weg und wird Anfang Dezember von unseren Nachmietern bezogen.

Warum habt Ihr direkt ein Haus gekauft und nicht gemietet?

Weil man in Kanada nicht mietet. Zudem gibt es in Sarnia nur insgesamt 3 Mietshäuser, deren Mieten im Verhältnis viel zu hoch sind. Zudem waren alle drei Häuser nicht nach unserem Geschmack oder hatten andere Minuspunkte.
Der Immobilienmarkt in Kanada ist ständig in Bewegung, weil die Bewohner bei Bedarf schnell verkaufen und wieder neukaufen. Zudem ist der wirtschaftl. Zeitpunkt mehr als günstig, um Immobilien zu kaufen.


Wart Ihr in den U.S.A.?

Ja, und es war ein Abenteuer. So einfach wie gedacht ist es nämlich nicht. Da wir kein Besuchervisum für die U.S.A. hatten, wurden wir auf der "Brücke" quasi mit Fragen gelöchert, es wurden Fingerabdrücke genommen und zeitweise wurde sogar meine Ehe mit Willi in Frage gestellt. ( der Beamte guckte uns lange und verdutzt an, als ich sagte, dass wir verheiratet sind )


Nach ca. 1-2 Stunden an der Grenzkontrolle waren wir dann in den U.S.A. und fuhren nach Detroit. Detroit ist nicht wirklich eine schöne Stadt. Eine Arbeiterstadt, deren Glanz uns verborgen geblieben ist.
Da wir mit einem geleasten teuren BMW unterwegs waren, hatten wir auch nicht die Risikobereitschaft, um uns länger in den "Eminem - 8 Mile" - Randbezirken aufzuhalten. Es fehlte eigentlich nur noch die brennende Mülltonne und eine wilde Schießerei zwischen rivalisierenden Gangs.

( für Insider!):
May I have your attention please?
May I have your attention please?
Will the real Slim Shady please stand up?
I repeat, will the real Slim Shady please stand up?
We're gonna have a problem here..

I'm Slim Shady, yes I'm the real Shady
All you other Slim Shadys are just imitating
So won't the real Slim Shady please stand up,
please stand up, please stand up?



Lediglich ein kurzer Ausflug zum imposanten Baseballstadion und dem Ford Field lag uns am Herzen.
Vielleicht tue ich Detroit jetzt unrecht, aber die schönen Seiten konnten wir im Vorbeifahren leider nicht erkennen. Ich werde meine schlechte Meinung sofort zurücknehmen, wenn ich zu einem anderen Resultat komme. ( falls ich jemals die schönen Seiten der Stadt näher kennenlernen werde) Versprochen, Detroit!


Zudem waren wir extrem froh, als wir wieder auf kanadischen Boden waren. (diesmal hatten wir einen Tunnel als Grenzübergang gewählt) Die U.S.-Amerikaner sind höflich und nett, aber die Kanadier sind die freundliche Steigerung zu ihren unmittelbaren Nachbarn. Im Gegensatz zu den mißtrauischen U.S.-Grenzbeamten begrüßte uns eine gutgelaunte kanadische Beamtin mit den warmen Worten: WELCOME TO CANADA!!!!
Yea-haw, so macht der kleine Grenzverkehr Spaß!

Kindest Regards

Wilma




Danke








Es wird Zeit für ein DANKE... an Alle, die sich so rührend um Collin gekümmert haben! Ein besonderes Danke an Michi & Luca, die ihre Wohnung zu einem "Kindergarten" umgewandelt haben und Collin liebevoll in ihren Alltag eingebunden haben. Ein besonderes Danke an meine Mama & Deddi, die ihre Teamqualitäten unter Beweis stellen konnten und mir den "kleinen Mann" wohlbehütet übergeben haben. Und ein besonderes Danke an Alle, die mitgeholfen haben, dass Collin eine schönen Woche verbracht hat.

Freitag, 15. Oktober 2010

Haus in Kanada * Die Fotos *




I proudly present our new house in Canada! Keine Sorge, sämtliche Wandfarben werden noch geändert und die Katzen sind ebenfalls nicht im Preis inbegriffen... weitere Fotos folgen, wenn gestrichen worden ist und das Haus mit unseren Möbeln eingerichtet ist.
Nicht auf den Fotos: die Doppelgarage, der Werkzeugkeller, Gäste WC, Gäste Bad und der Laundry Room ( vergleichbar mit Waschkeller )!





Das Wohnzimmer...


Unser Badezimmer...

Gäste-Wohnzimmer im Basement (Keller)...



Unser Schlafzimmer...
Das wird Collins Zimmer...

Das wird Wilmas Reich...





Unsere Küche mit Eßbereich







Mittwoch, 13. Oktober 2010

Our house in Canada

Wir sind fündig geworden...

und lange suchen mußten wir auch nicht! Wir haben unser kanadisches Häuschen gestern zumindest mündlich "gekauft" und werden in den nächsten Tagen Alles fix machen.
Das Haus liegt in Corunna einem kleineren Vorort von Sarnia und befindet sich innerhalb einer dieser aus "Desperate Housewives" bekannten Wohnsiedlungen. Kinder spielen auf der Straße, Männer waschen ihre Autos und die Frauen tauschen Kochrezepte im Vorgarten aus... es ist kein TV-Klischee , es ist Kanada!
Nur wenige Gehminuten von Einkaufsmöglichkeiten, einer Grundschule/Kindergarten entfernt, liegt diese gepflegte Siedlung. Eigentlich hatte ich auf ein Haus gehofft, welches in einer Straße liegt, die ich zumindest schnell aussprechen kann, wie zum Beispiel: Bel-Air Road, Manhattan Drive oder Blueberry Lane , aber unser Schicksal hat uns in den SECRETARIATE Drive geführt.

Dank Verhandlungsgeschick meines Mannes haben wir ein wahres Schnäppchen ergattert. Morgen geht es mit einem sogenannten Hausinspektor in unser Haus und werden es auf mögliche Schäden usw. prüfen.
Morgen werde ich dann auch Fotos von unserer Residenz machen und hochladen...

Ihr könnt Euch glücklich schätzen: für ein großes Gästezimmer samt Aufenthaltsraum und Badezimmer ist auch gesorgt!
Zu meiner Freude hat unser Haus in jedem Zimmer eingebaute Kleiderschränke, so dass wir den großen Kleiderschrank aus Deutschland zurücklassen können. Auch die Ahornböden, Laminat im Keller, 2 Kamine, die Doppelgarage und die eingebaute Küche samt Herd/Spülmaschine erfreuen mein Herz!



Danke an Alle, die uns so sehr die Daumen gedrückt haben!

Samstag, 9. Oktober 2010

Gruß aus Sarnia von W & W

Dank Jet-Lag ziemlich müde... aber glücklich

Bluewater Bridge - Grenzübergang in die USA



Sonnige Stunden am Lake Huron

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bin dann mal weg! Aber ich komme wieder...



Morgen gehts los!

Frauen-typisch habe ich bereits Anfang der Woche meinen Koffer gepackt und war eigentlich schon vor 3 Tagen startklar für die große Reise.

Zur Einstimmung höre ich Michael Buble rauf und runter: er, genau wie Michael J. Fox ( Zurück in die Zukunft), Matthew Perry ( Friends), Keanu Reeves ( Matrix ), Nelly Furtado und Brian Adams ( Sänger ), sind allesamt sympathische Kanadier.




Da das Wetter ist derzeit ähnlich wie in Deutschland, hab ich zum Glück nicht so viele Probleme bei der Kleidungsauswahl gehabt. Willi schwärmte gestern einmal wieder von Sonnenschein.
Tatsächich sind die Menschen im Süden von Ontario wirklich wetterverwöhnt. Die Sommer sind warm bis extrem heiß und die Winter einfach kalt bis bitterkalt. Das gefällt mir jedenfalls besser, als so ein wischi-waschi Wetter.

Wir haben direkt am Samstag einen Termin mit unserer netten Marklerin und dann planen wir unsere Househunting-Tour quer durch Sarnia und Umgebung.

Dieses Wochenende ist Feiertag in ganz Amerika und Kanada: Thanksgiving ( Erntedankfest)!


Traditionell wird gefeiert mit Truthahnbraten, Cranberrysauce, Süßkartoffeln, Kürbiseintöpfen und vielen anderen kulinarischen Highlights. Vielleicht klopfen wir an irgendeine Haustür und laden uns spontan zum Essen ein!

Bei meiner Rückkehr berichte ich Euch ausführlich wie mir Kanada, Ontario und Sarnia gefallen hat. Natürlich hoffe ich mit guten Nachrichten zurück zukommen und Euch unser künftiges Traumhaus präsentieren zu können.

Alle Grüße an Willi werden selbstverständlich ausgerichtet...



In diesem Sinne
"See ya later" ( bin am 17.10. wieder im Lande)

Dienstag, 5. Oktober 2010

Deutsche Sprache - schöne Sprache !








Einmal mehr ertappe ich mich als Fan der deutschen Sprache. Jetzt, wo bald immer mehr Englisch in unseren Sprachgebrauch einziehen wird, schätzt man immer mehr die deutschen Redewendungen, Ausdrücke und die Vielfalt der deutschen Sprache.

Natürlich gibt es auch im Englischen großartige Ausdrücke und Alltagsredewendungen
( z. B. Every dog has its day = auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn), aber schließlich sind wir mit bestimmten Dingen aufgewachsen und ich werde sie einfach vermissen.

Ausrufe wie : Ach Du grüne Neune! Pfui Spinne! Da wird doch der Mops in der Pfanne verrückt! hört man zwar auch in Deutschland immer seltener, aber sie haben uns sprachlich geprägt. Auch die verschiedenen Dialekte: mein heiß-geliebtes Hessisch, das gemütliche Bayrisch, das offen-herzliche Kölsch und die Berliner Schnauze werden uns sicherlich ab und an fehlen.

Zum Glück gibt es ja Heimatbesuche und das Telefon, somit wird uns Onkel Bruno im tiefsten Platt begrüßen, bei Gisela, Karin und Samanta werd ich wohl einige Frankfodder Wortfetzen erhaschen und meine Oma redet ja eh immer frei nach ihrer Berliner Schnauze.

Unser Ziel wird es sein, Collin mit dieser Vielfältigkeit der deutschen Sprache zu erziehen.

Aber ich freue mich natürlich auch auf das Neue: Alltagsenglisch zu hören/zu lernen/zu sprechen wie es in keinem Lehrbuch steht. Irgendwann auch im Englischen die Regionen rauszuhören, ob z.B. der Postbote aus Vancouver stammt, die Supermarktangestellte gebürtige Texanerin ist oder ob die Nachbarsfamilie einen starken Ontario-typischen Akzent hat.

Sehr charmant auch eine kleine Anekdote direkt von Willi aus Kanada: gestern traf Willi beim Feierabendmachen seinen kanadischen Chef Tim.
Dieser rief Willi im Vorbeigehen im Besten Deutsch zu:
"Na, wie isset?"
Ganz spontan antwortete Willi : "Jut!" Beide mussten lachen.


Ich garantiere Euch, es wird sprachlich spannend und interessant!

Montag, 4. Oktober 2010

Dinge, die das Leben schöner machen...




...hach, so ein kleiner "Lebkuchenmann" Anfang Oktober tut Bauch und Seele gut. Genau wie die herrlichen Herbstsonnenstrahlen, die Collin und ich heute genossen haben. Wenn ich Glück habe, erlebe ich den weltberühmten Indian Summer in Kanada.
In 4 Tagen breche ich auf und werde Euch nach meiner Rückkehr von Sarnia, Toronto, Kanada und dem Lufthansa Business Class Service berichten.(Prosecco über dem Atlantik muß sein!)

Bis bald, take care

W. M.


P.S.: @Mama: Ja, ja- ich weiß, dass die Lebkuchenmänner-Kekse für Collin sind, aber da ich seine offizielle Vorkosterin bin, mußte ich diese Köstlichkeit auf Herz und Nieren prüfen.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Am 8.10. fliege ich ...



Noch 6 Tage und dann fliege ich endlich zu Willi nach Sarnia. Freue mich riesig und dank Streß sind die letzten 2 Wochen wie im Flug vergangen. Zum Glück besitzt Willi eine Flatrate nach Deutschland, somit konnten tagtäglich telefonieren ohne unser Konto zu stark zu belasten.

Um unseren Mann/ Papa ein wenig die Zeit zu vertreiben, hatten Collin und ich ein spontanes Fotoshooting via Webcam. ( einige haben es schon auf Facebook gesehen!)
Somit hat Willi wenigstens die Möglichkeit seinen strammen Sohnemann in Bestform zu erleben.