...erstmal möchte ich mich wieder bei Euch, den zahlreichen Lesern, bedanken. Dieser BLOG fing ganz still und heimlich an und mittlerweile lesen unglaublich viele Leute die Geschichten der Familie Mehl in Kanada.
Dank dem Internet können wir vielen Menschen in der Heimat mitteilen wie es uns geht, was wir in Kanada erleben. Leider hat dieser Informationsaustausch auch seine Schattenseiten und somit kommen wir zum unangenehmen Teil dieses Beitrags.
Am Anfang hatte ich eine begrenzte Zahl an Lesern ( vorrangig enge Freunde/Verwandte) die Erlaubnis gegeben diesen BLOG zu lesen... d.h. nur Leute mit persönlichen EMail Einladungen konnten den Blog verfolgen. Im Laufe der Zeit kamen sehr viele Anfragen und ich habe den BLOG "öffentlich" gemacht, d.h. jeder der im Internet diesen BLOG sucht, findet ihn auch. Einerseits schön, andererseits auch beunruhigend, da jetzt "JEDER" diese Blog lesen kann, vorallem auch Menschen, von denen wir nicht unbedingt wollen, dass sie das Neuste über uns erfahren. Menschen, die nicht die Bilder von unserem Sohn sehen sollen usw...
Dann gibt es noch die Menschengruppen, die die Informationen aus diesem Blog verwenden für Ihre gewerblichen Zwecke. ( näher gehe ich darauf nicht ein!!!) Es gibt Menschen, die klauen von meinem Blog Textpassagen und Ideen, was ich leider nicht verhindern kann. Einerseits sehe ich es als Bestätigung, dass meine Arbeit gut ist, andererseits nenne ich es " Spicken", "Abkupfern" und "Kreativlosigkeit"!!!!
Somit habe ich angefangen weniger Fotos zu veröffentlichen/ weniger ausführliche Beiträge zu schreiben, was aber eigentlich nicht Sinn des ganzen Blogs ist. Schließlich soll dieser Blog ja 100% Wilma, 100% Familie Mehl in Kanada sein!
Hinzu kam , dass neben den vielen Lobeshymnen auch einige Leute meinten, sie müssten meinen BLOG "gehirnlos" kommentieren. ( diese Kommentare habe ich nicht veröffentlicht)
Kritik ist gut und ich vertrage Kritik, aber sie sollte angemessen und fair sein. Das hier ist MEIN Blog und wenn ich etwas über Fußball schreibe, ein Wort grammatikalisch falsch schreibe oder nicht im Sinne der Allgemeinheit schreibe, dann ich das MEINE Sache, denn es ist MEIN Blog.
Diese Kommentare sind allerdings nicht ausschlaggebend, dass ich meine Arbeit an diesem Blog niederlege. Mir geht es um die vielen Informationen im Netzwerk, die ich mit jedem Post freigebe. Richtig bewusst ist mir dies erst geworden durch Facebook und die anderen Social Networks...
und ich möchte mich ungerne bei meinen Posts einschränken bzw. Details auslassen, da die Berichte dann nicht mehr authentisch sind oder nicht das wiederspiegeln, was bei uns in Kanada wirklich stattfindet.
Fazit:
Es tut mir wirklich unglaublich Leid, dass dieser farbenfrohe BLOG so ein düsteres Ende findet und ich weiß, das viele Menschen diesen BLOG mit viel Interesse gelesen haben. Dieser Blog hat mich unglaublich viel Arbeit gekostet und hat mir ebenso viel Freude bereitet. Danke für die fairen Kritiken! Danke für den Lob! Danke, wenn dieser Blog Euch Spaß gemacht hat und Ihr über den einen oder anderen Beitrag schmunzeln konntet.
Wenn Ihr Neues aus Kanada erfahren möchtet, dann zögert nicht und schreibt uns eine Email,schreibt uns bei FACEBOOK, schreibt mal wieder einen Brief oder wir können dank unserer Flatrate endlos lange miteinander telefonieren.
Hier die Email Adresse von mir: wilmahofmeier@gmx.net
Bei Bedarf gebe ich Euch dann unsere Postanschrift/Telefonnummer/Willis Email.
THE END
Freitag, 26. August 2011
"Bonjour" - "What do you mean???"
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Bei unserer Rundreise durch die Provinzen Ontario/Quebec haben wir auch Zwischenstopp in Montreal gemacht.
In Montreal wird Französisch gesprochen und mit ca. 3,5 Millionen Einwohnern ist Montreal die zweitgrößte französisch sprechende Stadt nach Paris.
Überquert man die Grenze von Ontario nach Quebec wird man sofort feststellen, dass die Einwohner der franko-kanadischen Provinz es sehr ernst nehmen mit ihren französischen "Wurzeln". Strassennamen, Werbeflächen und sogar die Fast-Food Ketten werden in französisch ausgeschildert. Man wird mit einem " Bonjour" begrüßt und mit "Au revoir" verabschiedet. Man findet nur sehr,sehr selten ein englisches Wort. Es ist, als ob man urplötzlich Nordamerika verlassen hat und nun in Frankreich gelandet ist.
Für viele Menschen ist Französisch die schönste Sprache der Welt: sie ist romantisch, poetisch, melancholisch. Für die Ohren meines Mann ist sie allerdings die reinste "Qual" - vergleichbar mit einem Tinitus oder einer surrenden Mücke.
Zudem verweigert Willi völlig das Verstehen/Sprechen dieser Sprache und übersieht absichtlich STOPP-Schilder, weil diese in Quebec mit einem französischen ARRET, anstelle eines STOPPs beschriftet sind. Zum Glück wurden wir nicht von der örtlichen Polizei deswegen angehalten, denn dieses Vergehen hätte wir wohl kaum begründen können.

Neben der Sprache haben sich die Bewohner Quebecs leider auch die europäischen Ladungsöffnungszeiten und Verkehrverhaltensweisen abgeguckt: während man in Ontario gemütlich cruisen kann, wird hier gedrängelt und gehupt.
Zum Glück findet man in Montreal ein paar nette Menschen, die in Englisch antworten, denn mit meinem Schulfranzösisch bin ich nicht wirklich weit gekommen. Die Bewohner Quebecs sprechen ein Kauderwelsch, welches man nur mit viel Training verstehen kann.
Die Einwohner dieser Metropole machen bewusst/unbewusst an jeder Ecke deutlich, dass sie zwar ein Teil von Kanada sind, aber nicht wirklich ein Teil davon sein möchten.
Insgesamt ist Montreal jedoch eine sehenswerte Stadt: die Innenstadt ist völlg untypisch für Nordamerika. Enge Gassen, Strassencafes, historische Bauten erinnern stark an Paris. Im Quatier Latin trifft man sich in den vielen Kneipen und Bars und auch ein Blick in die Kathedrale Notre Dame ist lohnenswert.
Jedoch sollte man das Auto irgendwo außerhalb parken und die Stadt zu Fuß, per Kutsche, Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrmitteln erkunden.
Ein weiterer Tipp ist, dass man sich rechtzeitig um einen Platz zum Essen bemüht. Wartezeiten von 1-2 Stunden für einen Tisch gehören an lauen Sommerabenden zur Tagesordnung. In einem entlegenen Stadtteil fanden wir dann doch noch einen freien Tisch in einem griechischen Lokal: endlich mal wieder Gyros, Fritten und Souvlaki! Das war uns sowieso viel lieber als überteuerter coq au vin oder cuisse de grenouille( = Froschschenkel).
Montag, 1. August 2011
Es ist Zeit für eine kreative Pause...
| Kreatives "Werkeln" |
Ein Reisebericht und Fotos folgen...
| Kreativtät an der Garagenwand |
Samstag, 23. Juli 2011
Samstag, 16. Juli 2011
Eisbären für Deutschland...
Bei uns in Corunna herrscht das Motto: es geht auch mit Gemütlichkeit! Briefträgerin und Feuermann erkundigen sich nach dem Wohlergehen der Familie, Hausfrauen stehen am Gartenzaun und diskutieren über weltpolitische Dinge und der örtliche Familienarzt nutzt seine Mittagspause, um im Baumarkt noch ein wenig Grillkohle für das geplante BBQ zu holen. Hier sagen sich Hase und Igel, Streifenhörnchen und Waschbär, Kojote und Stinktier gute Nacht.
Aber ein ganz besonderer Fall der Gemütlichkeit ist die reizende Dame von der Post! Diese liebenswerte Persönlichkeit lässt sich durch Nichts in der Welt aus der Ruhe bringen.
Wenn man in die Post geht und nur zwei Briefmarken benötigt, sollte dies ja eigentlich eine Angelegenheit von ein paar Sekunden sein.
Mrs. Postoffice hingegen macht daraus einen Staatsakt und sucht mit hingebungsvoller Sorgfältigkeit die Briefmarken für die entsprechenden Adressaten bzw. Länder herraus. Germany bekommt ein paar "putzige" Eisbären aufgeklebt und für meinen Brief in die USA hat sie ein paar "zuckersüße" Küken ausgewählt. Sie verspricht mir, dass sie beim nächsten Mal wieder die Briefmarken von Queen Elizabeth vorrätig hat, man möchte ja in Europa einen repräsentativen Eindruck von Kanada hinterlassen. Hinter mir bildet sich eine etwas "längere" Warteschlange, da das "Fräulein" von der Post spontan ins Hinterzimmer gehuscht ist und doch noch nach der britischen Königin sucht. Achselzuckend drehe ich mich zu den zehn wartenden Kunden um, die schmunzelnd und geduldig ausharren.
Erfolglos kehrt die schrullige Postbeamtin nach einigen Minuten wieder zurück und erklärt mir, dass es diesmal doch bei den Eisbären bleibt. Aber sie hätte noch irgendwo ein paar selbstklebende Marken vom frischvermählten Prinz und seiner Kate. Wie hübsch doch das Kleid war und wie gut der Prinz aussah und der Kuß, und die Torte ... stöhnend wendet sich ein junger Mann dem Ausgang zu und ich versichere ihr schnell, dass Eisbären für Germany hervorragend seien.
Mit einem herzlichen "Enjoy your day, honey" verabschiedet Sie sich von mir und ein Mann mit 6 Briefen tritt an ihren Schalter! Der oberste Umschlag hat "Südafrika" als Ziel - zu gern hätte ich noch gehört, ob Südafrika Eisbären, Küken oder evtl. die verschollene Hoheit bekommen hat.
Dienstag, 12. Juli 2011
Liebe Michi...♥♥♥
![]() |
| Bildquelle:www.golyr.de |
...wir wünschen Dir alles, alles Liebe zum Geburtstag!
Glück, Gesundheit, Freude & Liebe sollen Dich in Deinem neuen Lebensjahr jeden Tag begleiten. Auch wenn wir sehr weit entfernt sind, denken wir heute besonders stark an Dich. Lass Dich von Deinen "Männern" feiern und genieße Deinen Ehrentag.
Alles Liebe von Deinem Bruder Willi, Neffen Collin und Deiner Schwägerin Wilma
Freitag, 1. Juli 2011
Happy Birthday, CANADA!
O Canada! Our home and native land!
True patriot love in all thy sons command.
With glowing hearts we see thee rise,
The True North strong and free!
From far and wide, O Canada,
We stand on guard for thee.
God keep our land glorious and free!
O Canada, we stand on guard for thee.O Canada, we stand on guard for thee.
Am 1. Juli wird in ganz Kanada der Nationalfeiertag CANADA DAY gefeiert. Grund genug, um bei strahlenden Sonnenschein in den Canatara Park zu fahren und mit den restlichen Einwohnern von Sarnia & Umgebung die Parade zu gucken. Alles strahlt in den Landesfarben rot und weiß und wir lassen uns von dem Nationalstolz dieses Landes mitreißen.
| Früh übt sich... |
| Internationale Köstlichkeiten |
| Maskottchen der Eishockeymannschaft " Sarnia Stings " |
| Die Parade beginnt... |
| Ganz Sarnia feiert... |
Dienstag, 28. Juni 2011
Von Vampiren umgeben...
TV Serie Werbeplakat ( Quelle: HBO.ca ) | ||||||
Kaum verlasse ich das Haus, sitzt so ein plumpes kanadisches Insekt auf meinem Arm oder meiner Schulter und beginnt mit dem sofortigen Verzehr seiner deutschen Delikatesse.
Etwas wie einen Ehrenkodex haben die bluthungrigen Monster sowieso nicht: Stiche in die Kniekehle, unter die Achseln, in den Po oder sogar Angriffsversuche auf wehrlose Kleinkinder gehören zur Tagesordnung.
Man muß dazu sagen, dass die kanadischen Mücken groß sind und einen nicht unbemerkt stechen; man spürt tatsächlich wie sie ihren "Strohhalm" in der Haut versenken und mit dem Abpumpen beginnen. Somit hat man ca. 2 Sekunden die Chance das Vieh mit der bloßen Hand zu erschlagen, wartet man ein paar Augenblicke länger, ist es zu spät. So passiert an meiner Schläfe! Seitdem wächst mir dieser uncoole Horror-Hubbel aus meiner Stirn und mein Rücken gleicht einer rot-glühenden Alpenlandschaft.
Aber wir sagen den Mücken den Kampf an... mit Spray, Creme, Lavendel, Citronella Kerzen, Fliegengittern, Steckdosenabwehrgeräten und ein paar Chemiekeulen wird den Blutsaugern schon das "Andocken" vergehen.
Zum Glück gibt es hier eine breite Palette an Mittelchen, die wir zur Bekämpfung einsetzen können. Denn einen Holzflock in das Herz jedes Mücken-Vampirs zu versenken, würde uns wohl sehr bald in den Wahnsinn treiben.
Montag, 27. Juni 2011
Sommer, Sonne & gute Laune
Nach einem scheinbar unendlichen Winter und einem durchwachsenen Frühling haben wir jetzt endlich den langersehnten kanadischen Sommer.
Temperaturen jenseits der 30 Grad, Sonnenschein und vorallem viel, viel Spaß...
Temperaturen jenseits der 30 Grad, Sonnenschein und vorallem viel, viel Spaß...
| 11Uhr morgens: zum Frühstück eine Runde Frauen-WM gucken... SCHLAAAAND! |
| Einen Blick in Nachbars Garten riskieren... |
| Zzziiisssschhh...ein " Kühles Blondes " |
Sonntag, 19. Juni 2011
Das Flugzeug, mein Sohn & ich ...
Ich hatte einen Traum: eine völlig relaxte Mutter fliegt mit ihrem Kind über den Atlantik. Sie liest ein Buch, unterhält sich angeregt mit ihrer Sitznachbarin, schläft ein Ründchen und bemitleidet die anderen Eltern, deren Kinder wild umhertoben. Ihr Sohnemann sitzt nämlich brav auf seinem Platz, schaut seine Bilderbücher an, winkt den Kindern in der vorderen Reihe zu und Alle loben ihn, weil er so artig ist.
Hier folgt die Realität: kopfschüttelnd beobachte ich Collin bei der Landung in Toronto!
Alle Befürchtungen haben sich bewahrheitet und wurden sogar übertroffen: unser Knirps hat volle 8 Stunden nicht nur mich, sondern auch die restlichen Menschen im Flugzeug ordentlich auf Trap gehalten. Fliegende Bauklötze, ausgelaufener Orangensaft in der Handtasche, Nörgeln, Quengeln und hundertfaches An-und Abschnallen haben mich einige Nerven gekostet. Wo ist nur das Kind, was beim Hinflug 6 von 7 Stunden geschlafen hat?!
Unser Vordermann hat mit Sicherheit Blutergüsse am Rücken, weil Herr Mehl jr. seine verborgenen Talente als "Fußtrommler" und "Sitzkicker" zur Schau gestellt hat. Auch das Plumpsen in den eigenen Sitz oder das Hüpfen auf der Armlehne kann den hinteren Passagieren nicht wirklich gut gefallen haben.
"Collin, guck mal wie lieb die restlichen 25 Kinder an Bord sind!"
Popelnd guckt mich Collin mit großen Unschuldsaugen an und schmiert mir kommentarlos seinen gelb-grünen Rotz auf das Oberteil.
Der Kapitän weist darauf hin, dass man zur Linken jetzt einen wundervollen Ausblick auf die Eisberge von Grönland hat. Von den Passagieren erklingt ein staunendes Ooohhh und Aaahhh. Majestätisch erhebt sich Grönland aus dem Meer, glitzernde Eisschollen treiben im blauen Wasser. Gerade als ich meine Kamera aus der Tasche krame, höre ich ein leises: "Mama, Ka-Ka!"
Ich weise Collin darauf hin, dass ich nur ganz, ganz kurz das Eis von Grönland fotografieren möchte, aber damit lässt sich Collin nicht abspeisen. Ein LAUTES: Mamaaaaa, Kaaaaa- Kaaaa! schallt es durch alle Sitzreihen, gefolgt von einem äußerst unangenehmen Duft. Naja, zumindest ist dank Grönland die Toilette nicht mehr dauerbesetzt.
Die Windel ist erneuert, Wolken versperren nun die gute Sicht und der tonnenschweren Windelinhalt hat mit Sicherheit das Absinken einer grönländischen Eisscholle verursacht oder die Plattentektonik enorm beschleunigt.
Lächelnd reicht die Flugbegleiterin mir die "Declaration Card" für Kanada. Konzentriert fülle ich die nötigen Felder aus und verstaue das Dokument sicher in meiner Handtasche. Eine unachtsame Minute später verziert mein nagelneuer Lippenstift das Einreisedokument und ich kann in letzter Sekunde verhindern, dass L´oreal "Korallrot" ebenfalls unsere Reisepässe farbig aufpeppt.
Mitfühlend schaut mich ein junger Vater an, dessen "Prinzessin" seit 4 Stunden auf seinem Schoß sitzt und wie ein Engel schläft. Eine genervte Frau macht mir klar, dass sie Kinder liebt, aber sie gerne jetzt schlafen möchte und auf dem GALA-Titelblatt strahlen mich Brad Pitt und Angelina Jolie an, die wie aus dem Ei gepellt aus einem Flugzeug steigen und als Handgepäck ihre 6 Kinder spielend leicht transportieren.
Seufzend beobachte ich Collin, der jetzt, 15 Sekunden vor der Landung, erschöpft die Augen schließt.
Eine Reise von Europa nach Amerika ist eben kein Kinderspiel und noch immer, wie zu Zeiten von Kolumbus, ein echtes Abenteuer!
Hier folgt die Realität: kopfschüttelnd beobachte ich Collin bei der Landung in Toronto!
Alle Befürchtungen haben sich bewahrheitet und wurden sogar übertroffen: unser Knirps hat volle 8 Stunden nicht nur mich, sondern auch die restlichen Menschen im Flugzeug ordentlich auf Trap gehalten. Fliegende Bauklötze, ausgelaufener Orangensaft in der Handtasche, Nörgeln, Quengeln und hundertfaches An-und Abschnallen haben mich einige Nerven gekostet. Wo ist nur das Kind, was beim Hinflug 6 von 7 Stunden geschlafen hat?!
Unser Vordermann hat mit Sicherheit Blutergüsse am Rücken, weil Herr Mehl jr. seine verborgenen Talente als "Fußtrommler" und "Sitzkicker" zur Schau gestellt hat. Auch das Plumpsen in den eigenen Sitz oder das Hüpfen auf der Armlehne kann den hinteren Passagieren nicht wirklich gut gefallen haben.
"Collin, guck mal wie lieb die restlichen 25 Kinder an Bord sind!"
Popelnd guckt mich Collin mit großen Unschuldsaugen an und schmiert mir kommentarlos seinen gelb-grünen Rotz auf das Oberteil.
Der Kapitän weist darauf hin, dass man zur Linken jetzt einen wundervollen Ausblick auf die Eisberge von Grönland hat. Von den Passagieren erklingt ein staunendes Ooohhh und Aaahhh. Majestätisch erhebt sich Grönland aus dem Meer, glitzernde Eisschollen treiben im blauen Wasser. Gerade als ich meine Kamera aus der Tasche krame, höre ich ein leises: "Mama, Ka-Ka!"
Ich weise Collin darauf hin, dass ich nur ganz, ganz kurz das Eis von Grönland fotografieren möchte, aber damit lässt sich Collin nicht abspeisen. Ein LAUTES: Mamaaaaa, Kaaaaa- Kaaaa! schallt es durch alle Sitzreihen, gefolgt von einem äußerst unangenehmen Duft. Naja, zumindest ist dank Grönland die Toilette nicht mehr dauerbesetzt.
Die Windel ist erneuert, Wolken versperren nun die gute Sicht und der tonnenschweren Windelinhalt hat mit Sicherheit das Absinken einer grönländischen Eisscholle verursacht oder die Plattentektonik enorm beschleunigt.
| Gerne hätte ich hier ein Bild von Grönland gezeigt... |
Lächelnd reicht die Flugbegleiterin mir die "Declaration Card" für Kanada. Konzentriert fülle ich die nötigen Felder aus und verstaue das Dokument sicher in meiner Handtasche. Eine unachtsame Minute später verziert mein nagelneuer Lippenstift das Einreisedokument und ich kann in letzter Sekunde verhindern, dass L´oreal "Korallrot" ebenfalls unsere Reisepässe farbig aufpeppt.
Mitfühlend schaut mich ein junger Vater an, dessen "Prinzessin" seit 4 Stunden auf seinem Schoß sitzt und wie ein Engel schläft. Eine genervte Frau macht mir klar, dass sie Kinder liebt, aber sie gerne jetzt schlafen möchte und auf dem GALA-Titelblatt strahlen mich Brad Pitt und Angelina Jolie an, die wie aus dem Ei gepellt aus einem Flugzeug steigen und als Handgepäck ihre 6 Kinder spielend leicht transportieren.
Seufzend beobachte ich Collin, der jetzt, 15 Sekunden vor der Landung, erschöpft die Augen schließt.
Eine Reise von Europa nach Amerika ist eben kein Kinderspiel und noch immer, wie zu Zeiten von Kolumbus, ein echtes Abenteuer!
Samstag, 21. Mai 2011
Aufgepasst ...
... bald sind wir bei Euch! Deutschland wir kommen ! ! !
Stellt das Kölsch kalt und legt die Würstchen auf den Grill.
Donnerstag, 19. Mai 2011
Es grünt so grün... unser Garten
| Lieblingskaninchen- Favorite rabbit |
| Löwenzahn - Dandelion |
| Junges Gemüse - Small Fry |
| Ein Blick über den Gartenzaun |
| Sattes Grün - Lush green |
| Flieder - Lilac |
Hilfe gesucht:
Hallo Naturfreunde, Hobbybotaniker und Balkonbepflanzer...
In unserem Garten stehen zwei Laubbäume (siehe Foto unten ), die wir nicht kennen bzw. bestimmen können. Wisst Ihr wie diese Bäume heißen??? Wenn ja, dann bitte unter diesen Post schreiben. Einfach auf "Kommentare" klicken und Eure Meinung schreiben. Danke!
| Blüte/Knospe im Frühjahr |
| Was für ein Baum ist das? |
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