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Donnerstag, 21. Oktober 2010

Mein herbstliches Frankfurt

Gruß an Frankfurt am Main

Gedicht von Rudolf Presber

Sie sagen, daß dich, du schimmernde Stadt,
In eisenklirrenden Tagen
Der Mächtigsten einer gegründet hat,
Eh' er die Sachsen geschlagen.
Sie haben mit Ruhm dich und Ehre verwöhnt,
Und deine Kränze dauern;
Sie sagen, es wurden die Kaiser gekrönt
In deinen ragenden Mauern ...
Ich aber, wenn mich der Traum umspinnt
Und die Sorgen des Tags mich verlassen;
Ich dank dir das Beste: ich war ein Kind
In deinen Gärten und Gassen.

Viel Chroniken künden in Schrift und Kunst,
Die haben nichts vergessen:
Der Karolinger Glanz und Gunst
Und die goldene Flut deiner Messen;
Die zeigen, wenn rings die Lande erschlafft,
Vom Krieg die Throne wanken:
In Stolz und Reichtum und Bürgerkraft
Erhebt die Stadt sich der Franken.
Ich habe die Kunde, lorbeerschwer,
Mit kindlichem Danke gelesen -
Mir aber bist du, Herrliche, mehr:
Bist die Stadt meiner Jugend gewesen!

Ich sah des Frühlings lieblichen Schein
Im Gürtel deiner Gärten;
Ich trieb im schwankenden Boot auf dem Main,
Im Ruderschlag der Gefährten.
Und ich will - in die Nacht der Verbannung gestellt -
Wenn rings die Tannen brennen,
Unter allen Weihnachtsglocken der Welt
Deines Domes Geläut noch erkennen!
Denn wie mich die Laune des lieben Gotts
Durch Länder und Völker getrieben,
Ich bin ein Franke in Lachen und Trotz,
In Dank und Sehnsucht geblieben!

Und was ich bei Lenzeswiederkehr
In Liedern durfte sagen,
Das hat mir ein Wind vom Taunus her
In das ernste Leben getragen;
Das war ein treubewahrtes Pfand,
Das ich als Knabe empfangen,
Wo einstens an Frau Ajas Hand
Jung-Wolfgang hingegangen;
Das war ein spätgepflückter Strauß
Aus einem fränkischen Flore;
Das war nur ein Gruß an Garten und Haus
Zu Frankfurt vor dem Tore.




Auf dem Lohrberg

Der Kaiserdom

"Zum Bären" in Höchst



Roßmarkt ( Mama, kennste das noch?!)


Cafe Hauptwache


Höchster Schloß


Bilderquelle: Stadt Frankfurt Fanseite bei Facebook

Donnerstag, 17. Juni 2010

Eine Ode an die Heimat



Frankfurt/Main, meine Stadt , meine Liebe!

Die meisten kennen von Frankfurt nur den Flughafen oder haben die wenig ruhmreichen Schlagzeilen in den Medien gelesen: Kriminalitätsrate gestiegen, Razzia im Rotlichtviertel oder Bankenchaos/ Börsensturz in der Mainmetropole. Dabei hat diese Stadt ihren ganz eigenen Charme, den man zwar erst auf den 2. Blick sieht, aber dann niemals mehr vergisst.
Frankfurt setzt sich aus 43 Stadtteilen zusammen, die alle eine ganz eigene Geschichte haben und ihren Flair mit sich bringen.

Im noblen Westend reihen sich alte Villen aus der Patrizierzeit aneinander und exklusive Gaststätten laden zum Lunch oder zur Siesta in der Mittagspause ein. Die High Society trifft sich hier in angesagten Clubs, Bars und anderen Hot Spots. Im Westend und Bahnhofsviertel stehen die großen Wolkenkratzer, die beim Blick nach oben, ein wenig an New York erinnern. Natürlich hat so manch amerik. oder asiatische Stadt mehr Wolkenkratzer als Frankfurt, trotzdem ist dieser Anblick einmalig in Deutschland. Die vielen Herren in edlen Anzügen, die Damen in Rock und Blazer bringen Frankfurt das internationale Flair.

Im Herzen von Frankfurt liegt die Altstadt und die vielbesuchte Innenstadt. Die Zeil, beliebte Haupteinkaufsstrasse, zieht sich von der Hauptwache bis zur Konstablerwache ( heute belebte S-Bahn und U-Bahn Sationen in Frankfurt, einst im Mittelalter Wachposten der Frankfurter Polizei )... hier findet man alle Geschäfte, die man sich vorstellen bzw. nicht vorstellen kann. Aus Platzmangel erbaut man jetzt Shoppingcenter in die Höhe: My Zeil ist das teuerste und modernste Einkaufsparadies in Deutschland und wurde erst vor Kurzem eröffnet.



Biegt man von der Zeil rechts ab, gelangt man die Altstadt durchquerend zum alterwürdigen Main, wo schon Goethe gerne verweilte. Cafes, Beachclubs und Restaurants säumen die Ufer des Flusses. Auch das Mainuferfest lockt jedes Jahr tausende Gäste an den Fluß. Auf der Freßgass heißt es sehen und gesehen werden, ein Piccolöchen wird hier gern einmal zum Lachshappen in der Mittagspause verzehrt.
Um zum Main zu gelangen, führt der Weg meist über den Römer! Dieses Rathaus ist den meisten durch seinen Balkon bekannt, dort trifft sich unsere Fußball Nationalmannschaft, um ihre Erfolge ausgiebig zu feiern. Auch ein riesiger Weihnachtsmarkt umfasst jedes Jahr den kompletten Marktplatz vor dem Römer, der eine beeindruckende und festliche Kulisse bietet.



Eckenheim, Bornheim und Nieder-Eschbach sind fast ländlich: hier wohnt der Bauer neben dem Börsenmarkler, der Student trifft sich mit der Marketingleiterin auf einen Apfelwein "Äbbelwoi". Urige Kneipen, quirlige Wochenmärkte und alteingesessene Lädchen laden zum Bummeln ein.

Das Nordend hat sich zum Geheimtipp gemausert... neben vielen Biergärten, internationalen Restaurants, haben sich hier Kunststudenten und Künstler niedergelassen, um in kleinen Galerien ihre Werke auszustellen. Öko und Hippieläden, Fahrradfahrer und schmucke Altbauwohnungen prägen diesen Bezirk.

Angrenzend liegt das Holzhausenviertel: ein kleiner Stadtteil dessen Dreh - und Angelpunkt der Holzhausenpark mit seinem kleinen Schlösschen ist. In diesem Stadtteil findet man meist alte Frankfurter Familiennamen an den Klingelschildern der herrschaftlichen Villen.

Möchte der Frankfurter mal dem Großstadttrubel entfliehen setzt er sich ins Auto oder in die U-bahn und fährt 25-40min über dörfliche Stadtteile in den Taunus. Das Gebirge steht wie eine Festung hinter der Mainmetropole und bietet neben Wander-, Ski- und Erholungsmöglichkeiten auch einen Sprung in die Römerzeit.


Der römische Schutzwall Limes durchzog den Taunus und ein Regiment war in Saalburg bei Frankfurt stationiert.

Frankfurts Stadtbild wurde vor 15-20 Jahren noch sehr von den Amerikanern geprägt.
Früher kreuzten Amilimousinen und Jeeps durch die Strassen, Galaxy- Frachtflugzeuge kreisten den Luftraum die US-Soldaten joggten in den Parks und man vernahm früh morgens ein :
Heia heia Captain Jack!
Übrig geblieben sind nur noch vereinzelte Anzeichen, dass hier einmal diese Weltmacht stationiert war: gelassen haben sie dieser Stadt aber das internationale Flair einer Weltmetropole in mitten von Hessen.



Es will mer net in de Kobb enei, wie kann en Mensch net aus Frankforrd sei! Es will mir nicht in den Kopf hinein, wie kann ein Mensch nicht aus Frankfurt sein!

In diesem Sinne
Euer Frankforter Mädsche