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Donnerstag, 17. Juni 2010

Eine Ode an die Heimat



Frankfurt/Main, meine Stadt , meine Liebe!

Die meisten kennen von Frankfurt nur den Flughafen oder haben die wenig ruhmreichen Schlagzeilen in den Medien gelesen: Kriminalitätsrate gestiegen, Razzia im Rotlichtviertel oder Bankenchaos/ Börsensturz in der Mainmetropole. Dabei hat diese Stadt ihren ganz eigenen Charme, den man zwar erst auf den 2. Blick sieht, aber dann niemals mehr vergisst.
Frankfurt setzt sich aus 43 Stadtteilen zusammen, die alle eine ganz eigene Geschichte haben und ihren Flair mit sich bringen.

Im noblen Westend reihen sich alte Villen aus der Patrizierzeit aneinander und exklusive Gaststätten laden zum Lunch oder zur Siesta in der Mittagspause ein. Die High Society trifft sich hier in angesagten Clubs, Bars und anderen Hot Spots. Im Westend und Bahnhofsviertel stehen die großen Wolkenkratzer, die beim Blick nach oben, ein wenig an New York erinnern. Natürlich hat so manch amerik. oder asiatische Stadt mehr Wolkenkratzer als Frankfurt, trotzdem ist dieser Anblick einmalig in Deutschland. Die vielen Herren in edlen Anzügen, die Damen in Rock und Blazer bringen Frankfurt das internationale Flair.

Im Herzen von Frankfurt liegt die Altstadt und die vielbesuchte Innenstadt. Die Zeil, beliebte Haupteinkaufsstrasse, zieht sich von der Hauptwache bis zur Konstablerwache ( heute belebte S-Bahn und U-Bahn Sationen in Frankfurt, einst im Mittelalter Wachposten der Frankfurter Polizei )... hier findet man alle Geschäfte, die man sich vorstellen bzw. nicht vorstellen kann. Aus Platzmangel erbaut man jetzt Shoppingcenter in die Höhe: My Zeil ist das teuerste und modernste Einkaufsparadies in Deutschland und wurde erst vor Kurzem eröffnet.



Biegt man von der Zeil rechts ab, gelangt man die Altstadt durchquerend zum alterwürdigen Main, wo schon Goethe gerne verweilte. Cafes, Beachclubs und Restaurants säumen die Ufer des Flusses. Auch das Mainuferfest lockt jedes Jahr tausende Gäste an den Fluß. Auf der Freßgass heißt es sehen und gesehen werden, ein Piccolöchen wird hier gern einmal zum Lachshappen in der Mittagspause verzehrt.
Um zum Main zu gelangen, führt der Weg meist über den Römer! Dieses Rathaus ist den meisten durch seinen Balkon bekannt, dort trifft sich unsere Fußball Nationalmannschaft, um ihre Erfolge ausgiebig zu feiern. Auch ein riesiger Weihnachtsmarkt umfasst jedes Jahr den kompletten Marktplatz vor dem Römer, der eine beeindruckende und festliche Kulisse bietet.



Eckenheim, Bornheim und Nieder-Eschbach sind fast ländlich: hier wohnt der Bauer neben dem Börsenmarkler, der Student trifft sich mit der Marketingleiterin auf einen Apfelwein "Äbbelwoi". Urige Kneipen, quirlige Wochenmärkte und alteingesessene Lädchen laden zum Bummeln ein.

Das Nordend hat sich zum Geheimtipp gemausert... neben vielen Biergärten, internationalen Restaurants, haben sich hier Kunststudenten und Künstler niedergelassen, um in kleinen Galerien ihre Werke auszustellen. Öko und Hippieläden, Fahrradfahrer und schmucke Altbauwohnungen prägen diesen Bezirk.

Angrenzend liegt das Holzhausenviertel: ein kleiner Stadtteil dessen Dreh - und Angelpunkt der Holzhausenpark mit seinem kleinen Schlösschen ist. In diesem Stadtteil findet man meist alte Frankfurter Familiennamen an den Klingelschildern der herrschaftlichen Villen.

Möchte der Frankfurter mal dem Großstadttrubel entfliehen setzt er sich ins Auto oder in die U-bahn und fährt 25-40min über dörfliche Stadtteile in den Taunus. Das Gebirge steht wie eine Festung hinter der Mainmetropole und bietet neben Wander-, Ski- und Erholungsmöglichkeiten auch einen Sprung in die Römerzeit.


Der römische Schutzwall Limes durchzog den Taunus und ein Regiment war in Saalburg bei Frankfurt stationiert.

Frankfurts Stadtbild wurde vor 15-20 Jahren noch sehr von den Amerikanern geprägt.
Früher kreuzten Amilimousinen und Jeeps durch die Strassen, Galaxy- Frachtflugzeuge kreisten den Luftraum die US-Soldaten joggten in den Parks und man vernahm früh morgens ein :
Heia heia Captain Jack!
Übrig geblieben sind nur noch vereinzelte Anzeichen, dass hier einmal diese Weltmacht stationiert war: gelassen haben sie dieser Stadt aber das internationale Flair einer Weltmetropole in mitten von Hessen.



Es will mer net in de Kobb enei, wie kann en Mensch net aus Frankforrd sei! Es will mir nicht in den Kopf hinein, wie kann ein Mensch nicht aus Frankfurt sein!

In diesem Sinne
Euer Frankforter Mädsche