
Was für uns heute GTA, WOW oder Final Fantasy sind, waren in unserer Jugend die legendären LUCASArts Games wie ZakMcKracken, Maniac Mansion, Indiana Jones und The Secret Of Monkey Island. Sie bestachen durch pixelige Grafiken, ruckartige Bewegungen und piepsige Sounds. Trotzdem waren sie Bestandteil einer ganzen Computergeneration, im Bereich Adventure-Rollenspiele ihrer Zeit vorraus und sind in Kennerkreisen noch immer Kultobjekte. Stundenlang fesselten uns Guybrush Ulysses Threepwood, dreiköpfige Affen oder Gitarre-spielende Aliens vor dem Amigamonitor und selbst nerviges Diskettenwechseln alle 10 Minuten und endlose Ladezeiten konnten uns nicht aufhalten unsere Nachmittage vor dem Compi zu verbringen.

Zum Teil wurden Telefonkonferenzen zwischen Dormagen und Frankfurt einberufen und jegliche Elternteile in die Lösung kniffliger Rätsel einbezogen. ( ich erinnere an das Totenschädel Klavier bei Indiana Jones ) Was haben wir getüftelt, um ein Gefängnistor bei Monkey Island zu öffnen, bis wir auf die Idee kamen, glühend heißen Grog auf das Gitter zu schütten.
Heute widme ich aber diesen Blogeintrag Zak McKracken aus dem gleichnamigen Point-and-Click Spiel von LucasArts. Der offizielle Titel des Spiels : Zak McKracken and the Alien Mindbenders, welches 1988 auf dem deutschen Spielemarkt erschien.

Zum Inhalt:
Der Spieler übernimmt die Rolle von Zak McKracken, einem frustrierten Boulevardreporter aus San Francisco. Im Vorspann zum Spiel erscheinen ihm in einem Traum Außerirdische, eine uralte Karte der Erde, ein merkwürdiges Gerät und eine unbekannte Frau, die er am nächsten Morgen in einer Fernsehsendung wieder sieht und später auch persönlich kennen lernt. Im Verlauf der Handlung wird klar, dass Zak McKracken die Erde vor einer Invasion durch Außerirdische retten muss, die die Menschheit verdummen wollen. Er bekommt Hilfe von der Archäologin Annie (der Frau aus seinem Traum) und ihren beiden Freundinnen Melissa und Leslie, die mit einem umgebauten VW-Bus auf den Mars geflogen sind. Ziel des Spieles ist es, das sogenannte Skolarische Gerät zusammenzubauen, dessen Einzelteile aus Artefakten bestehen, welche auf der ganzen Welt verteilt sind.

Die Handlung des Spiels verwendet vermeintliche Rätsel der Menschheit. Neben dem großen Kapitel Astronautik , werden u. a. auch die Hochkultur der Inka, das Rätsel der Pyramiden und der Sphinx in Ägypten, die ungeklärte Funktion von Stonehenge, das Mysterium des Bermudadreiecks, der Mythos Atlantis und das vermeintliche Marsgesicht aufgegriffen.
Humor im Spiel:
Das Spiel ist vollgefüllt mit Gags und kleinen Running-Gags wie z.B. Chuck die Pflanze, die sich in fast jedem LucasArts wiederfindet.
Auch das Ei in der Mikrowelle, um die Stewardess abzulenken, das steinharte Brot, welches den Asphalt zerstört oder das Treffen im All mit dem totgeglaubten Elvis, sind mehr als amüsant.
Witziger Kult ist die berühmte Nasenbrille, die zur Tarnung der Aliens dient!

Ein paar Hintergrund Infos zum Spiel bzw. Querverweise zu anderen Lucasarts Spielen:
- im Spiel findet einen Kanister Benzin, diesen sucht man vergeblich in Maniac Mansion
- ein Fahndungsplakat nach dem Meteor aus Maniac Mansion und diversen Werbeplakate für Maniac Mansion
- Chuck die Pflanze bei Indy, Monkey Island und in Day of the Tentacle ebenfalls auffindbar
- Der Nachname McKracken wurde vom Programmiererteam zufällig aus einem Telefonbuch ausgesucht.
- McKracken soll am Anfang des Spiels eine Telefonrechnung von 1138$ bezahlen, eine Zahl, die immer wieder im Lucas-Universum auftaucht. Diese bezieht sich auf George Lucas’ ersten Spielfilm THX 1138.
- Der Name der Boulevardzeitung, bei der Zak arbeitet, The National Inquisitor, ist eine Anspielung auf die reale Zeitung The National Enquirer.
- Die Titelmelodie des Spiels ist aufgrund zahlreicher Remixes und Coverversionen mittlerweile zu einiger Berühmtheit gelangt.
- Die Namen der drei Begleiterinnen von Zak sind die Namen der damaligen Freundinnen der Hauptprogrammierer. David Fox ist mittlerweile mit Annie verheiratet. Der Gag, dass Leslie beim Ausziehen ihres Helmes immer eine andere Haarfarbe hat, ist darauf gemünzt, dass die als Vorbild fungierende reale Leslie sich zur Zeit der Entwicklung von Zak McKracken oft die Haare gefärbt hat.

Hier noch ein Schmankerl: