
Jeder hat seine Prinzipien und Angewohnheiten wenn es um das stille Örtchen, das WC, den Thron oder das Klo geht.
Der Eine braucht eine Zeitung zum Lesen, der Andere liebt Gesellschaft und wieder Andere verdrücken sich ohne großes Aufsehen.
Collin hat grundsätzlich die Angewohnheit, die Einsamkeit aufzusuchen, wenn es um seine Verdauung geht. Vorzugsweise verlässt er den Raum und sucht einen menschenleeren Ort auf.
Manchmal reicht ihm aber auch ein einfacher Sichtschutz, nach dem Prinzip, ich seh Euch nicht, somit Ihr mich auch nicht.
Optimal bieten sich bodenlange Vorhänge für die Verrichtung des "Geschäfts" an. Still und heimlich schleicht sich unser wohlerzogener Sprößling hinter den Vorhang und man hört ein Brummen, ein leises Stöhnen und letztendlich ein erleichtertes Seufzen.
Gutgelaunt kommt Collin aus seinem Versteck hervor, grinst zufrieden über beide Backen ( oder sollte man hier lieber bei Wangen sagen?!) und eine exquisite Duftnote umhüllt das ganze Zimmer.
Bei dieser äußerst höflichen Angewohnheit sind wir nur froh, dass unser Sohn noch Windeln trägt. Und wir warten noch auf den Tag, wo er sein Pixi-Büchlein oder Willis Geißbock-Echo hinter den Vorhang mitnimmt.
In diesem Sinne: Viel Spaß, wenn Ihr das nächste Mal "hinter den Vorhang" geht!
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