Samstag, 19. Juni 2010

Mein Aufruf



Wir brauchen mehr Märchen!

Jetzt nachdem ich die Hochzeit im schwedischen Königshaus gesehen hab, bin ich mich sicher. Wir brauchen wieder mehr Märchen! Mehr Helden! Mehr Phantasie!

Wir werden von Schein-Royalen regiert: Prinz Poldi, Kaiser Franz und dem König von Mallorca.
Im Fernsehen werden wir von überflüssigen Formaten überschwemmt, die zur totalen Volksverdummung führen. Wir baden in Selbstmitleid und passen unsere Stimmung und Kreativität den Regentagen und täglichen Nachrichten an, trüb bis grau! Das Land der Dichter und Denker ist dem Untergang geweiht. Wo sind die Helden aus unserer Kinderzeit?
Sind sie tatsächlich Alle verschwunden, wurden ersetzt durch Actionhelden und stupide Mangafiguren?
Wo ist der Held, der durchs Land reitet und nach dem Rechten sieht?
Wo die Prinzessin, die am Turmfenster auf ihren Prinzen wartet.
Wo ist der kleine Wassermann, der abends durch den Dorfteich schwimmt?

Wo sind die 5 Freunde, die Abenteur erleben?
Wo ist die Villa Kunterbunt?
Wo hält sich Ronja die Räubertochter auf?


Helden haben bei uns keine Zeit mehr, sie sind schwer beschäftigt, rennen von einem Meeting zum anderen und haben ihr Schwert gegen ein Laptop eingetauscht.

Die Prinzessin ist nicht mehr so wählerisch und hat nur noch ihr Äußeres im Sinn, anstatt nach dem Prinz Ausschau zu halten.

Der kleine Wassermann und die kleine Meejungfrau leben jetzt tief untem im Teich, weil ein Ölfilm sie am Auftauchen hindert.

Die 5 Freunde haben keine Chance mehr, denn aus ihren Schmugglern sind Massenmörder und Terroristen geworden.

Die Villa Kunterbunt hat jetzt 10 Stockwerke und zählt zu den schicksten Neubauten im ganzen Ort. Miete kaum bezahlbar!

Ronja arbeitet jetzt bei Greenpeace, um den letzten Rest ihres Waldes zu beschützen.

Nein, so darf es nicht werden! Erweckt die Helden der Kindheit wieder zum Leben.



Hier mein Aufruf an Alle:

Seid für ein paar Momente am Tag wieder ein Kind! Vergesst Streß, Zeitdruck und die Probleme:

vermutet hinter dem nächsten Busch einen Kobold, einen Wicht oder eine Elfe. Reitet mit der kleinen Hexe zum Blocksberg, kämpft als Held gegen Drachen oder streift als kleiner Hobbit durch die Weiten des Auenlandes.


Unsere Helden der Kindheit sind noch da und sie können uns helfen unseren Alltag positiver und schöner zu gestalten! Glaubt mir, ich habe es selbst probiert.

In diesem Sinne
Eure Hoheit Wilma Beatrix Elisabeth

Sommerspaß im Garten

... bei Oma im Garten


















" Nacktfrosch "






Nickerchen in der Sonne

Freitag, 18. Juni 2010



In diesem Sinne
Eure W. Mehlic

Collin erzählt aus seinem Leben als Baby



Freitag, 18. 06. 2010

Mir geht es prächtig, auch wenn Zahn Nr. 4 & 5 mich ziemlich ärgern. Wenn die endlich draußen sind, hat Mama mir versprochen, dass ich Kekse und Äpfel mümmeln darf. Immerhin kann ich jetzt schon alleine meinen Saft trinken- das hat Mama sehr gefreut.

Gestern war ich mal wieder beim Sport: keine Lust gehabt. Wollte lieber singen und umher krabbeln, anstatt das Stehen zu üben.

Gestern wollte ich Mama noch eine Freude bereiten und habe die ganze Erde aus einem Blumentopf auf dem Fußboden verteilt. Ich glaube sie war begeistert!
Dann habe ich das lustige Ding unter meinem Kleiderschrank versteckt: als es geklingelt hat, hat Mama es gar nicht gefunden. Sie hat dauern gerufen: "Wo ist das Telefon???" Ich weiß nicht, was sie meint.

Dann waren wir in Dormagen spazieren und Mama hat mir meine Leibspeisen gekauft: Pute mit Reis und Gemüse, dazu Abendbrei in Keks Geschmack! Lecker! Am Liebsten mag ich aber Stromkabel, Türstopper, Blätter und Gänseblümchen. Mama und Papa werden immer so zickig, wenn ich die Kabel in den Mund stecken will. Gänseblümchen nehmen sie mir nicht weg: Mama sagt, dass die lieb sind.

Lieb ist auch Fritz der Hase. Danke Oma! Ihn kann man an den Ohren ziehen, schmusen und zusammen mit Finn dem Teddy durchs Bett werfen.

Hab ich schon von meinem neuen Autositz erzählt? Jetzt hab ich meinen eigenen roten Sitz im Auto hinten und kann ganz toll rausgucken. Vorallem kann ich Papa beim Autofahren beobachten, das ist spannend.
Mama dreht sich immer zu mir um und macht lustige Dinge. Gestern hat sie geklatscht und viel gelacht. Da hab ich einfach mitgemacht.

Bald werde ich getauft, das wird mir bestimmt gefallen, weil es etwas mit Wasser zu tun hat und wir bei Opa Albert im Garten grillen.

Küsschen
Euer Collin

WM Tipp des Tages (3)

Deutschland - Serbien


Schlaaand, Schlaaaand, Schlaaaaaaaaand.
Keine Zweifel, keine Entscheidungsprobleme, keine Gewissensgeister auf der Schulter: Deutschland gewinnt! 3 Points Germany! Erst unsere Lena und jetzt holen wir den 4. Stern für unser Trikot.

Aber mal ganz ehrlich, wie schlecht sind denn die anderen Top-Mannschaften? Die Engländer spielen quasi ohne Torwart, die Franzosen hoffen anscheinend Napoleon erscheint irgendwann auf dem Spielfeld und erobert für sie den Ball, die Holländer schaffen mit Anstrengung einen Sieg und nach dem Spiel loben Alle das 4:0 der Deutschen (so viel Lob von den benachbarten Käseigeln gabs noch nie )und wir Deutschen spielen laut Waldis WM-Studio diesmal "Brasilianisch". Verrückte Fußballwelt...
Ernst zu nehmen sind allerdings die Jungs aus der Schweiz. Namen wie Benaglio, Schwegler, Barnetta, Eggimann, Derdiyok kennen wir aus der Bundesliga! Nicht zu vergessen der Ur-Magath Ottmar Hitzfeld!!!
Aber zurück zu uns : Schlaaaand!
Natürlich werden wir in Port Elizabeth Serbien vom Platz fegen: 3:0

Ich wage mich weit aus dem Fenster, aber ich prophezeie Euch jetzt die Torschützen:

Klose, Poldi, Özil


Ihr wollt mehr?????


Ok, hier die Minuten, in denen unsere Jungs treffen:
21, 36, 72


Bis nach dem Spiel
Euer Orakel Wilma

P.S.: die Lottozahlen verrate ich morgen ;-)

Vuvuzela


Quasi derzeit in aller Munde!

Ich muß gestehen, dass ich sie fast gar nicht mehr höre. Das eintönige Summen bei jeder Übertragung ist fast "normal" geworden. Man merkt aber erst wie laut diese Tröte ist, wenn man bei SKY Soundoption 1 einstellt. Diese Option ermöglicht einem die Spiele ohne Gebrumme zu hören. SKY hat einen speziellen Filter eingebaut, der die Vuvuzela einfach rausfiltert. Gute Idee! Daumen hoch!
Die FIFA meldet, dass sie die Tröte nicht verbieten können, es sei denn sie stellt eine Gefahr dar. Zum Beispiel ein Exemplar fliegt aufs Spielfeld und gefährdet die Spieler oder Schiedsrichter. Es ist nur eine Frage der Zeit bis ein genervter europ. Fan so ein Ding wirft.

Dabei ist das Ur-Exemplar der Vuvuzela eigentlich ein gekrümmtes Antilopen/Büffelhorn und klingt viel angenehmer: dumpf, ähnlich wie ein Alphorn. Leider hören wir nur das Plastik-Remake. ( Glück für die Antilopen/Büffel!)
Fußball-Experten und Mitglieder sämtlicher Nationalteams bestätigen inzwischen, dass es Probleme bei der Absprache gibt. Gerade bei Pässen in den toten Winkel gab es bislang viele Missverständnisse, weil man die Kommandos vom Hintermann überhört hatte. Dies kann natürlich auch wieder so eine Ausrede der enttäuschenden Favoriten sein, denn unsere Elf scheint gegen das Tröten immun zu sein.
Ausreden finden die enttäuschenden Teams ja gerne: ein Spieler der Engländer wetterte gegen den deutschen Erfolg. Der offizielle WM-Ball von Adidas bietet den Deutschen einen klaren Vorteil, weil wir im Vorfeld schon die Möglichkeit hatten mit ihm zu üben. (ha, ha, ha)

Man kann es einfach niemanden recht machen: der Ball ist also unfair, die Tröte zu laut und die Tatsache das Schlaaaand Weltmeister wird, wird auch nicht jedem gefallen.

In diesem Sinne
TRÖÖÖÖÖÖÖÖT Euer Wilmchen

Donnerstag, 17. Juni 2010

Städte-Tour Teil 1



Los Angeles

Ein großer Name, aber was verbirgt sich dahinter? Mehr Schein als Sein?
Jedenfalls ist man überfordert, wenn man zum ersten Mal auf den 5-spurigen Freeways fährt, um vom Flughafen LAX in sein Hotel in Downtown zu gelangen. Vorallem, wenn man seine Abfahrt verpasst und durch ein Latino-Ghetto fahren muß: yo yo, da saßen die jungen Männern mit Kopftüchern und Bling* Bling* Goldketten auf ihren Fensterbänken und wenn es Nacht gewesen wäre, hätte hier auch eine Mülltonne gebrannt und wir hätten womöglich keinen hübschen Mietwagen mehr.

Was man den Amis hoch anrechnen muß: sie fahren entspannter Auto als die Deutschen. Selbst bei über 30 Grad im grauenhaften Rush hour Verkehr drängelt oder motzt hier niemand. Ganz relaxt kriechen wir mit der Masse zu unserem Hotel in Downtown L.A., dem Bankenviertel der Stadt!

Wir erkundet man eine 12 Millionen Einwohner Metropole?

Am Besten ins Auto setzen ( Bürgersteige sind kaum vorhanden, Fußwege zu weit) und die Punkte abklappern, die man aus dem Fernsehen kennt. Da wäre zum Beispiel der Walk of Fame: Sterne vergangener und präsenter Stars zieren den Hollywood Boulevard!
Sie verlieren leider ihren Glanz, da tagtäglich hunderte/tausende Touristen und Einwohner darüber latschen. Mit Mühe und Not findet man einen Stern von Tom Cruise oder von Mickey Mouse. Dazwischen liegen Regisseure, Sänger, Schauspieler und andere Celebrities.
Mehr begeistert hat uns das Chinese Theatre bzw. der Platz vor dem Theater: hier sind die berühmten Hand und Fußabdrücke von Doris Day, Arnold Schwarzenegger, Johnny Depp und Frank Sinatra.
Vor dem Kodak Theatre (bekannt durch die Oscar-Verleihung) tummeln sich sämtliche Kreaturen aus Disney Filmen und Persönlichkeiten wie Captain Jack Sparrow aus dem Fluch der Karibik. In der Nacht sollte man hier aber auf der Hut sein, denn es kann passieren, dass ein verkleideter Lilliputaner als Chucky die Mörderpuppe anschleicht und Passanten erschreckt! ( Glaubt mir, ich bin gerannt!) Auch Spidermann hat mich mit seinem Klebenetz einmal gefangen. Pfui Spinne!

Weiter gehts zum Sunset Boulevard und Rodeo Drive. Mrs. Pretty Woman hat hier geshoppt, aber als Normalsterblicher muß es wohl genügen, wenn man einen Blick in die Fensterauslagen von Cartier, Gucci, Prada und Co. wirft.


Wer in den 90ern Beverly Hills 90210 geschaut hat, wird diesen Ortsteil auch direkt wieder erkennen. Nette Häuschen, nette Gärten und viele schöne Menschen.
Los Angeles hat insgesamt viele schöne Einwohner: gutes gesundes Essen, viel Sonne und gute Chirurgen gibt es an jeder Ecke.

Auch ein Ausflug nach Bel Air und in die Hollywood Hills lohnt sich wahrlich!

Man fährt durch eine Art bewachte Pforte nach Bel Air rein... verwinkelte Strassenzüge, schön gepflegt und üppig bepflanzt. Große Hecken , viele Palmen und tropische Gärten... irgendwo einmal ein großes Tor, das auf eins der unzählig vielen Grundstücke führt. Hier sollen sie also Alle wohnen: Will Smith, Denzel Washington, Keanu Reeves usw... aber sehen tut man sie eher nicht! Ab und zu fährt ein Jeep mit getönten Scheiben aus einem der vielen Eigangstoren raus. Man kann nur vermuten, daß es vielleicht eine Berühmtheit war. Manche Hecken haben kleine Löcher, man kann das Geld dahinter quasi riechen: Tennisplätze, Gärten soweit das Auge reicht und irgendwo im Hintergrund ein stattliches Haus mit vielen Nebenhäusern. Wow, that´s amazing!
Ständig kreuzen wir offene Jeeps und Busse, die mit Touristen gefüllt sind. Celebritie´s Home Tour oder so ähnlich heißen die Ausflüge, die die Touris zu den Eingangstoren der Stars fahren und ihnen erklären, dass hinter der 10m dicken Hecke Tom Hanks wohnt...
wir haben uns nur eine peinliche L.A. Star Map gekauft und suchen auf eigene Faust nach den Stars: gesehen haben wir nur materiellen Reichtum und Luxus, sonst nichts.

Dann sollte man nach Venice Beach fahren, um noch mehr schöne Menschen zu sehen. Bodybuilder trainieren unter glühender Hitze, Beachbeauties zeigen offenherzig ihren Silikon-Vorbau und Suferboys strahlen einen mit gebleichten weißen Zähnen freundlich an. YEAH, das ist AMERICA, wie man es erwartet.

Santa Monica und Santa Barbara lassen ebenfalls das Amerika-Liebhaber Herz höher schlagen. "Have a nice day", "Nice to see you" und "You´re welcome" schallt es aus allen Ecken. Ja, der Kalifornier ist eitel, aber extrem freundlich und herzlich!

Dann kam unsere größte Herrausforderung: wir wollten zum Hollywood-Zeichen, um das optimale Erinnerungsfoto zu schiessen! Wenigtens nah dran sein, da es laut Reiseführer irgendwo in den Hills angebracht ist und es keine offizielle Route dorthin gibt... Viele Stunden suchten wir eine Auffahrt zu dem besagten Hügel, aber keine Chance. Mal war es zu weit weg, dann waren wir wieder sehr nah dran, aber ein Berg, ein Freeway oder ein Naturschutzgebiet versperrte uns die Durchfahrt. Schließlich benutzten wir den Zoom der Kamera und verabschiedeten uns von unserem Vorhaben.

Theoretisch hätten wir noch mehrere Wochen in L.A. bleiben müssen: sämtliche Filmstudio Touren von Warner Bros. bis MGM haben wir gänzlich aus Zeitmangel ausgelassen. Auch Chinatown haben wir auf unseren Irrfahrten nur kurz gestreift und uns einmal bei einem Abendessen die Mägen verdorben.

Fazit: in L.A. liegen die Gegensätze nah beianander. Ghetto neben verschwenderischen Reichtum! Hollywood neben Armut! Trotzdem hat uns diese hektisch-lebendige Stadt sehr gut gefallen, es gibt so viel zu entdecken, so daß man ständig Abstriche machen muß, damit man es zeitlich schafft.
Stetig guckt man umher, ob irgendwo ein bekanntes bzw. berühmtes Gesicht auftaucht oder man im Restaurant am Tisch nebenan evtl. Jennifer Lopez oder Julia Roberts sitzen hat. Den Luxus und Prunk vor Augen zu haben, hat uns sehr beeindruckt - hier gibt es einfach nichts, was es nicht gibt!

In diesem Sinne
HAVE A NICE AND SUNNY DAY..BYE


Coming soon:
- Städte Tour Teil 2&3 LAS VEGAS / SAN FRANCISCO

Eine Ode an die Heimat



Frankfurt/Main, meine Stadt , meine Liebe!

Die meisten kennen von Frankfurt nur den Flughafen oder haben die wenig ruhmreichen Schlagzeilen in den Medien gelesen: Kriminalitätsrate gestiegen, Razzia im Rotlichtviertel oder Bankenchaos/ Börsensturz in der Mainmetropole. Dabei hat diese Stadt ihren ganz eigenen Charme, den man zwar erst auf den 2. Blick sieht, aber dann niemals mehr vergisst.
Frankfurt setzt sich aus 43 Stadtteilen zusammen, die alle eine ganz eigene Geschichte haben und ihren Flair mit sich bringen.

Im noblen Westend reihen sich alte Villen aus der Patrizierzeit aneinander und exklusive Gaststätten laden zum Lunch oder zur Siesta in der Mittagspause ein. Die High Society trifft sich hier in angesagten Clubs, Bars und anderen Hot Spots. Im Westend und Bahnhofsviertel stehen die großen Wolkenkratzer, die beim Blick nach oben, ein wenig an New York erinnern. Natürlich hat so manch amerik. oder asiatische Stadt mehr Wolkenkratzer als Frankfurt, trotzdem ist dieser Anblick einmalig in Deutschland. Die vielen Herren in edlen Anzügen, die Damen in Rock und Blazer bringen Frankfurt das internationale Flair.

Im Herzen von Frankfurt liegt die Altstadt und die vielbesuchte Innenstadt. Die Zeil, beliebte Haupteinkaufsstrasse, zieht sich von der Hauptwache bis zur Konstablerwache ( heute belebte S-Bahn und U-Bahn Sationen in Frankfurt, einst im Mittelalter Wachposten der Frankfurter Polizei )... hier findet man alle Geschäfte, die man sich vorstellen bzw. nicht vorstellen kann. Aus Platzmangel erbaut man jetzt Shoppingcenter in die Höhe: My Zeil ist das teuerste und modernste Einkaufsparadies in Deutschland und wurde erst vor Kurzem eröffnet.



Biegt man von der Zeil rechts ab, gelangt man die Altstadt durchquerend zum alterwürdigen Main, wo schon Goethe gerne verweilte. Cafes, Beachclubs und Restaurants säumen die Ufer des Flusses. Auch das Mainuferfest lockt jedes Jahr tausende Gäste an den Fluß. Auf der Freßgass heißt es sehen und gesehen werden, ein Piccolöchen wird hier gern einmal zum Lachshappen in der Mittagspause verzehrt.
Um zum Main zu gelangen, führt der Weg meist über den Römer! Dieses Rathaus ist den meisten durch seinen Balkon bekannt, dort trifft sich unsere Fußball Nationalmannschaft, um ihre Erfolge ausgiebig zu feiern. Auch ein riesiger Weihnachtsmarkt umfasst jedes Jahr den kompletten Marktplatz vor dem Römer, der eine beeindruckende und festliche Kulisse bietet.



Eckenheim, Bornheim und Nieder-Eschbach sind fast ländlich: hier wohnt der Bauer neben dem Börsenmarkler, der Student trifft sich mit der Marketingleiterin auf einen Apfelwein "Äbbelwoi". Urige Kneipen, quirlige Wochenmärkte und alteingesessene Lädchen laden zum Bummeln ein.

Das Nordend hat sich zum Geheimtipp gemausert... neben vielen Biergärten, internationalen Restaurants, haben sich hier Kunststudenten und Künstler niedergelassen, um in kleinen Galerien ihre Werke auszustellen. Öko und Hippieläden, Fahrradfahrer und schmucke Altbauwohnungen prägen diesen Bezirk.

Angrenzend liegt das Holzhausenviertel: ein kleiner Stadtteil dessen Dreh - und Angelpunkt der Holzhausenpark mit seinem kleinen Schlösschen ist. In diesem Stadtteil findet man meist alte Frankfurter Familiennamen an den Klingelschildern der herrschaftlichen Villen.

Möchte der Frankfurter mal dem Großstadttrubel entfliehen setzt er sich ins Auto oder in die U-bahn und fährt 25-40min über dörfliche Stadtteile in den Taunus. Das Gebirge steht wie eine Festung hinter der Mainmetropole und bietet neben Wander-, Ski- und Erholungsmöglichkeiten auch einen Sprung in die Römerzeit.


Der römische Schutzwall Limes durchzog den Taunus und ein Regiment war in Saalburg bei Frankfurt stationiert.

Frankfurts Stadtbild wurde vor 15-20 Jahren noch sehr von den Amerikanern geprägt.
Früher kreuzten Amilimousinen und Jeeps durch die Strassen, Galaxy- Frachtflugzeuge kreisten den Luftraum die US-Soldaten joggten in den Parks und man vernahm früh morgens ein :
Heia heia Captain Jack!
Übrig geblieben sind nur noch vereinzelte Anzeichen, dass hier einmal diese Weltmacht stationiert war: gelassen haben sie dieser Stadt aber das internationale Flair einer Weltmetropole in mitten von Hessen.



Es will mer net in de Kobb enei, wie kann en Mensch net aus Frankforrd sei! Es will mir nicht in den Kopf hinein, wie kann ein Mensch nicht aus Frankfurt sein!

In diesem Sinne
Euer Frankforter Mädsche

Mittwoch, 16. Juni 2010

WM Tipp des Tages (2)

GRIECHENLAND - NIGERIA

Schon wieder dieses Dilemma! Beide Teams sind mir unglaublich sympathisch... da wären die vielen Argumente für die Griechen: gutes Essen, Ouzo, das Land ist pleite (kleiner Mitleidsbonus), 50% des Sturmkaders von Eintracht Frankfurt ist aus Griechenland (Amanatidis, Liberopoulus, Gekas), eine enorm wachsende Affinität zu Griechenland innerhalb meiner Familie und natürlich der nette Buchhändler von nebenan.
Zum anderen die schwungvollen Nigerianer: Afrika-Heimvorteil, Unruhen im Land (erneuter Mitleidsbonus), super Fans mit Trommeln und Trompeten (meist ohne Vuvuzela) und Legende Jay-Jay Okocha.



Ich entscheide mich für Grie..., äh Nig.. oder doch für ..land !
... ach was solls: hier mein spontan Tipp.

1:2 für Nigeria

Seid nicht traurig, Ihr Hellas- Anhänger! Ihr werdet immerhin wieder frühzeitiger Gruppen-Ausscheider der Herzen.

Herzlichst Eure Wilmadinho

Fader WM Flop




Passend zum großen Fußballfest sollte auch im Hause Mehl etwas Spezielles auf den Tisch kommen. Ein WM-Süppchen... auf den ersten Blick lustig: Fußballnudeln in Form von Toren, Bällen und mini Fußballmännchen !
Letztendlich aber eine stinknormale Gemüsebrühe mit ein paar wohlgeformten Nudeln. Kann man essen, aber eigentlich ein langweilig-fades Vergnügen. Für die nächsten Spiele kommt wieder eine schmackige Grillwurst mit Pommes auf unsere Teller, das steht fest.


Urlaubsfreuden




Wenn man in ein all-inclusive Hotel eincheckt, hat man ja gewisse Vorurteile in Bezug auf Badetücher auf Liegen am Pool, Schlachten am Büffet und Socken in Sandalen tragende Deutsche.
Zunächst waren wir extrem begeistert, da sich weder beim Essen, noch am Pool, ein Vorurteil bestätigte. Aber dann: die Pfingstferien in sämtlichen südlichen und östlichen Regionen von Deutschland brachen an und das Grauen startete. Zum Glück waren wir bereits 14 Tage Besseres gewohnt und unser Urlaub neigte sich dem Ende zu.
Schon morgens um 8 Uhr waren sämtliche Liegen am Pool belegt: natürlich in schwarz-rot-gold, damit auch kein britischer Urlauber denken könnte, es wäre seine Liege.
Willi versuchte beim Frühstück sein morgendliches Spiegelei zu ergattern, was gründlich schief ging, da eine rundliche pfälzische Dorfschönheit ihm 8 Eier vor der Nase wegklaute.

Ja, und es gab die Männer mittleren Alters, die stolz ihre löchrigen Tennissocken in den abgelatschten Sandalen trugen. Meist begleitet von stattlichen Damen, die sich nur im Pareo oder bunten Gardinenüberwurf, beim Essen zeigten. Und selbstverständlich hießen die Kinder Kevin, Chantal und Jeremy-Pascal.
Interessant waren auch wieder unsere britischen Kollegen von der Insel: krebsrot, immer Trikot tragend und die Damen hatten meist zu kurze Röcke an. Wäre ja irgendwie okay, wenn da nicht diese dicken weiß-roten Stampfer zu sehen wären.

Also im Urlaubs-Ländervergleich sind Deutschland und England gleich auf! Die geben sich nichts...
Und was wäre ein Urlaub ohne diese wundervollen Gestalten, die zum Lästern einladen?!

Aber damit kein schlechter Eindruck entsteht: unser Urlaub auf Fuerteventura war spitze: Essen weltklasse, Hotel schön und Strand/Meer großartig ...und die oben genannten Kreaturen traten auch erst vermehrt 2 Tage vor Abflug auf, so hatten wir bis dahin wundervoll erholsame Tage.

Baby und WM


Wir sind uns nun sicher: Collin wird Fußballer! Seine Begeisterung für den Ballsport ist nahezu euphorisch. Ob es an den lustigen 22 Männchen in bunten Trikots, dem runden weißen Ball oder seinem Liebling Prinz Poldi liegt- wir wissen es nicht! Unser Nachwuchs sitzt wie gebannt in seinem Laufstall und begutachtet jedes WM-Spiel, als ob er Abseitsregeln, Spielernamen und jegliche Taktiken von Jogi & Co bereits im Mutterleib auswendig gelernt hat.
Es gibt jedoch ein Tabu beim gemeinsamen Familien- Public-Viewing: beim vergangenen Deutschland-Spiel hüpfte Mutti ( meine Person) beim ersten Tor wie wild umher und schrie lauthals : TOOOOOOOR! Sohnemann gefiel das überhaupt nicht und konterte nur noch mit lauthalsen Weinen... selbst die Tatsache das Poldi das Tor geschossen hatte, konnte ihn nicht beruhigen.
Seitdem hüpft die Mutti weiterhin bei fast jedem Tor umher, aber es folgt nunmehr ein ausdrucksstarker stummer Torschrei.

Bis denne,
Euer Wilmchen

WM Tipp des Tages



Nun kommen wir zum WM - Spieltipp des Tages:

SCHWEIZ - SPANIEN


Zuerst war ich der Ansicht das Spanien gewinnt, weil ich unseren possierlichen Freunden im "Schokoladen-Käse-lila Kühe" Land nicht so viel zutraue. Da saß plötzlich dieses Eintracht-Engelchen auf meiner linken Schulter und sprach zu mir: "Hey Wilma - Pirmin Schwegler spielt für die Schweiz- setz auf unser Nachbarland..." mit einem lauten "Puff-Knall-Peng" erschien das rote Spanien- Teufelchen auf meiner rechten Schulter:" Buenas dias Wilma, setz auf Spanien - sei nicht undankbar, Ihr hattet doch nen super Urlaub hier! Ole!" Tja, guter Rat ist teuer und der Ball ist rund! Was nun?

Während sich die die beiden Gewissensgeister weiterhin heftig streiten, tippe ich heute auf ein Unentschieden der beiden Mannschaften!
Ein wunderschönes 2:2 und Herr Schwegler erzielt das 2. Tor seiner Mannschaft in der 89. Minute.
Denkt an meine Worte!

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Hallo Ihr liebenswerten Menschen!

Herzlich willkommen auf meinem Blog. Die Sonne scheint, stetig schallt die Vuvuzela aus dem Fernsehen und selbst in der Nachbarschaft wird dieses "Musikinstrument" tagtäglich geübt. *Ahhhrrr* Aber das ist egal: hauptsache die Sonne scheint und ein duftender Blumenstrauß mit Rosen steht auf dem Wohnzimmertisch... so beginnt der Tag freundlich.
Wünsche Euch einen stressfreien Mittwoch voller spannender WM- Spiele. ole,ole,ole
Eure Wilma