Los Angeles
Ein großer Name, aber was verbirgt sich dahinter? Mehr Schein als Sein?
Jedenfalls ist man überfordert, wenn man zum ersten Mal auf den 5-spurigen Freeways fährt, um vom Flughafen LAX in sein Hotel in Downtown zu gelangen. Vorallem, wenn man seine Abfahrt verpasst und durch ein Latino-Ghetto fahren muß: yo yo, da saßen die jungen Männern mit Kopftüchern und Bling* Bling* Goldketten auf ihren Fensterbänken und wenn es Nacht gewesen wäre, hätte hier auch eine Mülltonne gebrannt und wir hätten womöglich keinen hübschen Mietwagen mehr.
Was man den Amis hoch anrechnen muß: sie fahren entspannter Auto als die Deutschen. Selbst bei über 30 Grad im grauenhaften Rush hour Verkehr drängelt oder motzt hier niemand. Ganz relaxt kriechen wir mit der Masse zu unserem Hotel in Downtown L.A., dem Bankenviertel der Stadt!
Wir erkundet man eine 12 Millionen Einwohner Metropole?
Am Besten ins Auto setzen ( Bürgersteige sind kaum vorhanden, Fußwege zu weit) und die Punkte abklappern, die man aus dem Fernsehen kennt. Da wäre zum Beispiel der Walk of Fame: Sterne vergangener und präsenter Stars zieren den Hollywood Boulevard!
Mehr begeistert hat uns das Chinese Theatre bzw. der Platz vor dem Theater: hier sind die berühmten Hand und Fußabdrücke von Doris Day, Arnold Schwarzenegger, Johnny Depp und Frank Sinatra.
Vor dem Kodak Theatre (bekannt durch die Oscar-Verleihung) tummeln sich sämtliche Kreaturen aus Disney Filmen und Persönlichkeiten wie Captain Jack Sparrow aus dem Fluch der Karibik. In der Nacht sollte man hier aber auf der Hut sein, denn es kann passieren, dass ein verkleideter Lilliputaner als Chucky die Mörderpuppe anschleicht und Passanten erschreckt! ( Glaubt mir, ich bin gerannt!) Auch Spidermann hat mich mit seinem Klebenetz einmal gefangen. Pfui Spinne!
Weiter gehts zum Sunset Boulevard und Rodeo Drive. Mrs. Pretty Woman hat hier geshoppt, aber als Normalsterblicher muß es wohl genügen, wenn man einen Blick in die Fensterauslagen von Cartier, Gucci, Prada und Co. wirft.
Wer in den 90ern Beverly Hills 90210 geschaut hat, wird diesen Ortsteil auch direkt wieder erkennen. Nette Häuschen, nette Gärten und viele schöne Menschen.
Los Angeles hat insgesamt viele schöne Einwohner: gutes gesundes Essen, viel Sonne und gute Chirurgen gibt es an jeder Ecke.
Auch ein Ausflug nach Bel Air und in die Hollywood Hills lohnt sich wahrlich!
Man fährt durch eine Art bewachte Pforte nach Bel Air rein... verwinkelte Strassenzüge, schön gepflegt und üppig bepflanzt. Große Hecken , viele Palmen und tropische Gärten... irgendwo einmal ein großes Tor, das auf eins der unzählig vielen Grundstücke führt. Hier sollen sie also Alle wohnen: Will Smith, Denzel Washington, Keanu Reeves usw... aber sehen tut man sie eher nicht! Ab und zu fährt ein Jeep mit getönten Scheiben aus einem der vielen Eigangstoren raus. Man kann nur vermuten, daß es vielleicht eine Berühmtheit war. Manche Hecken haben kleine Löcher, man kann das Geld dahinter quasi riechen: Tennisplätze, Gärten soweit das Auge reicht und irgendwo im Hintergrund ein stattliches Haus mit vielen Nebenhäusern. Wow, that´s amazing!
Ständig kreuzen wir offene Jeeps und Busse, die mit Touristen gefüllt sind. Celebritie´s Home Tour oder so ähnlich heißen die Ausflüge, die die Touris zu den Eingangstoren der Stars fahren und ihnen erklären, dass hinter der 10m dicken Hecke Tom Hanks wohnt...
wir haben uns nur eine peinliche L.A. Star Map gekauft und suchen auf eigene Faust nach den Stars: gesehen haben wir nur materiellen Reichtum und Luxus, sonst nichts.
Dann sollte man nach Venice Beach fahren, um noch mehr schöne Menschen zu sehen. Bodybuilder trainieren unter glühender Hitze, Beachbeauties zeigen offenherzig ihren Silikon-Vorbau und Suferboys strahlen einen mit gebleichten weißen Zähnen freundlich an. YEAH, das ist AMERICA, wie man es erwartet.
Santa Monica und Santa Barbara lassen ebenfalls das Amerika-Liebhaber Herz höher schlagen. "Have a nice day", "Nice to see you" und "You´re welcome" schallt es aus allen Ecken. Ja, der Kalifornier ist eitel, aber extrem freundlich und herzlich!
Dann kam unsere größte Herrausforderung: wir wollten zum Hollywood-Zeichen, um das optimale Erinnerungsfoto zu schiessen! Wenigtens nah dran sein, da es laut Reiseführer irgendwo in den Hills angebracht ist und es keine offizielle Route dorthin gibt... Viele Stunden suchten wir eine Auffahrt zu dem besagten Hügel, aber keine Chance. Mal war es zu weit weg, dann waren wir wieder sehr nah dran, aber ein Berg, ein Freeway oder ein Naturschutzgebiet versperrte uns die Durchfahrt. Schließlich benutzten wir den Zoom der Kamera und verabschiedeten uns von unserem Vorhaben.
Theoretisch hätten wir noch mehrere Wochen in L.A. bleiben müssen: sämtliche Filmstudio Touren von Warner Bros. bis MGM haben wir gänzlich aus Zeitmangel ausgelassen. Auch Chinatown haben wir auf unseren Irrfahrten nur kurz gestreift und uns einmal bei einem Abendessen die Mägen verdorben.
Fazit: in L.A. liegen die Gegensätze nah beianander. Ghetto neben verschwenderischen Reichtum! Hollywood neben Armut! Trotzdem hat uns diese hektisch-lebendige Stadt sehr gut gefallen, es gibt so viel zu entdecken, so daß man ständig Abstriche machen muß, damit man es zeitlich schafft.
Stetig guckt man umher, ob irgendwo ein bekanntes bzw. berühmtes Gesicht auftaucht oder man im Restaurant am Tisch nebenan evtl. Jennifer Lopez oder Julia Roberts sitzen hat. Den Luxus und Prunk vor Augen zu haben, hat uns sehr beeindruckt - hier gibt es einfach nichts, was es nicht gibt!
In diesem Sinne
HAVE A NICE AND SUNNY DAY..BYE
Coming soon:
- Städte Tour Teil 2&3 LAS VEGAS / SAN FRANCISCO
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